Au­f­ar­bei­tung

Ns-ver­bre­chen

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - LESERBRIEF­E -

Zu „Bis der Tod sie al­le holt“(RP vom 26. Au­gust): Mei­ne Hoch­ach­tung für Andre­as Bren­del, der die­se be­las­ten­de und zum gro­ßen Teil un­dank­ba­re Auf­ga­be der Au­f­ar­bei­tung und letzt­end­li­chen Ver­söh­nung stell­ver­tre­tend für uns auf sich nimmt. Selbst wenn die Tä­ter zum gro­ßen Teil nicht mehr be­langt wer­den kön­nen, darf man sich nicht vor­stel­len, sie al­le hät­ten bis jetzt in Saus und Braus und dem Be­wusst­sein ih­rer won­ni­gen Un­schuld ge­lebt. Die meis­ten mö­gen noch so sehr ver­sucht ha­ben, das von ih­nen be­gan­ge­ne Un­recht zu ver­drän­gen, es wird in den sel­tens­ten Fäl­len ge­lun­gen sein und hat sehr wahr­schein­lich zu psy­chi­schen Ver­wer­fun­gen und viel­leicht bei ei­ni­gen so­gar zur Läu­te­rung ge­führt. Die ver­här­te­ten oder auf ih­rem un­schul­di­gen Un­wis­sen be­har­ren­den Tä­ter hin­ge­gen könn­ten froh sein, noch von der ir­di­schen Jus­tiz be­langt zu wer­den, denn was ih­nen im Fal­le des himm­li­schen Ge­richts blüht, kön­nen wir nur er­ah­nen. Recht wird auf je­den Fall ge­spro­chen, fragt sich nur wann und wo.

Bet­ti­na Oeh­men Bocholt

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