Doch kein Preis für an­ti-is­rae­li­sche Au­to­rin?

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - KULTUR -

DORT­MUND (dpa) Nach An­ti­se­mi­tis­mus-vor­wür­fen ge­gen die Au­to­rin Ka­mi­la Sham­sie, die sich für ei­nen Boy­kott Is­ra­els aus­spricht, über­denkt die Stadt Dort­mund nach ei­ge­nen An­ga­ben ei­ne ge­plan­te Preis­ver­ga­be an die Schrift­stel­le­rin. Am Tag zu­vor hat­te die Ju­ry be­kannt ge­ge­ben, dass die pa­kis­ta­nisch-bri­ti­sche Au­to­rin im De­zem­ber mit dem Nel­ly-sachs-preis der Stadt Dort­mund aus­ge­zeich­net wer­den soll. Dar­auf­hin hat­te das Blog „Ruhr­ba­ro­ne“auf Sham­sies an­ti-is­rae­li­sche Hal­tung hin­ge­wie­sen. So hat­te sie sich für die Bds-be­we­gung („Boy­cott, Di­vest­ment and Sanc­tions“) stark ge­macht, die un­ter an­de­rem vom nord­rhein-west­fä­li­schen Land­tag als „klar an­ti­se­mi­tisch“ver­ur­teilt wird. Nach An­ga­ben der Stadt ha­be Sham­sie nun ih­re Un­ter­stüt­zung des BDS noch ein­mal be­kräf­tigt. „Ei­ne Ver­bin­dung zwi­schen Sham­sie und der Bds-be­we­gung war der Ju­ry bis ges­tern nicht be­kannt“, hieß es sei­tens der Stadt.

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