Dämp­fer für Ver­la­ge im Streit mit Goog­le

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - WIRTSCHAFT -

LU­XEM­BURG (rtr) Goog­le muss deut­schen Ver­la­gen vor­erst kein Geld für die Ver­öf­fent­li­chung von Pres­se­tex­ten im In­ter­net zah­len. Die Re­ge­lung da­zu ist we­gen ei­nes Form­feh­lers der Bun­des­re­gie­rung nicht an­wend­bar. Der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof (EUGH) er­klär­te, dass die Re­gie­rung das Ge­setz zum Leis­tungs­schutz­recht vor In­kraft­tre­ten 2013 Brüs­sel hät­te vor­le­gen müs­sen. „Die deut­sche Re­ge­lung, die es Such­ma­schi­nen un­ter­sagt, Pres­ses­nip­pets oh­ne Ge­neh­mi­gung des Ver­le­gers zu ver­wen­den, ist man­gels vor­he­ri­ger Über­mitt­lung an die Kom­mis­si­on nicht an­wend­bar“, so die Rich­ter. Ver­le­ger­ver­bän­de for­der­ten die Po­li­tik auf, nun das un­längst in Kraft ge­tre­te­ne eu­ro­päi­sche Ur­he­ber­recht schnell in deut­sches Recht um­zu­set­zen. Das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um kün­dig­te an, hier­zu ei­nen Ge­setz­ent­wurf vor­zu­le­gen.

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