Mo­bi­li­tät für Men­schen mit Ein­schrän­kung

Die Mes­se Re­ha­ca­re zeigt mo­derns­te Roll­stüh­le, Geh­hil­fen und spe­zi­ell um­ge­bau­te Pkw.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - GESUNDHEIT IN DÜSSELDORF -

(nic) Das The­ma Mo­bi­li­tät steht bei der Pfle­ge­mes­se Re­ha­ca­re im Mit­tel­punkt, die am mor­gi­gen Mitt­woch auf dem Düs­sel­dor­fer Mes­se­ge­län­de be­ginnt. 751 Aus­stel­ler aus 43 Län­dern zei­gen dort drei Ta­ge lang die neu­es­ten Hil­fen und Ide­en für ein selbst­be­stimm­tes Le­ben für äl­te­re Men­schen so­wie Men­schen mit Be­hin­de­rung oder Pfle­ge­be­darf. Mes­se­ge­schäfts­füh­rer Wolf­ram Die­ner sprach von ei­ner „in­ter­na­tio­nal kon­kur­renz­lo­sen Leis­tungs­schau“, die Hilfs­mit­tel für na­he­zu je­de Be­hin­de­rung und je­den Le­bens­be­reich be­reit­hal­te. Die Mes­se ist nur für Fach­be­su­cher zu­gäng­lich.

Al­lein 400 Aus­stel­ler zei­gen in drei Mes­se­hal­len ih­re Neu­hei­ten rund um den Be­reich Mo­bi­li­tät: Geh­hil­fen, Roll­stüh­le, Fahr­ge­rä­te so­wie be­hin­der­ten­ge­recht aus­ge­stat­te­te Au­to­mo­bi­le. So wer­den im­mer mehr Roll­stüh­le bei al­len Kom­po­nen­ten in­di­vi­du­ell auf die Be­dürf­nis­se ih­rer Nut­zer zu­ge­schnit­ten. Elek­tro­an­trie­be ma­chen Men­schen je­des Al­ters mo­bil – et­wa E-scoo­ter, mo­to­ri­sier­te Fahr­rä­der und Tri­kes. Stark ge­fragt sei­en ak­tu­ell auch leich­te Roll­stuhl­zug­ge­rä­te, die an ma­nu­el­le Roll­stüh­le ge­kop­pelt wer­den kön­nen. Sie sol­len als kos­ten­güns­ti­ge Al­ter­na­ti­ve für die­je­ni­gen die­nen, die nicht zwin­gend auf ei­nen Elek­troroll­stuhl an­ge­wie­sen sind. Bei den Geh­hil­fen reicht die Pa­let­te von ul­tra­leich­ten Geh­stö­cken bis zu Rol­la­to­ren, die es auch mit Elek­tro-un­ter­stüt­zung gibt. 20 Spe­zia­lis­ten zei­gen, wie sie Au­tos um­bau­en – mit Schwenk­sit­zen, Roll­stuhl­ver­la­de­ge­rä­ten und Spe­zi­al-sys­te­men, mit de­ren Hil­fe Len­kung, Gas und Brem­se di­gi­tal an­ge­steu­ert wer­den.

Zu den Neu­hei­ten der Mes­se ge­hö­ren aber auch ei­ne leis­tungs­fä­hi­ge Ver­grö­ße­rungs­soft­ware, neue Vor­le­se-an­wen­dun­gen so­wie Braille-tas­ta­tu­ren, die die Nut­zung mo­bi­ler End­ge­rä­te wie Smart­pho­nes am Ar­beits­platz er­lau­ben. Bei mo­to­ri­schen Ein­schrän­kun­gen, chro­ni­schen Er­kran­kun­gen und schwe­ren kör­per­li­chen Be­hin­de­run­gen kom­men al­ter­na­ti­ve Com­pu­ter­ein­ga­be­hil­fen wie Mäu­se mit Tre­mor-fil­tern, Mund­mäu­se und Au­gen­steue­run­gen zum Ein­satz.

Die In­te­gra­ti­ons­äm­ter der Land­schafts­ver­bän­de Rhein­land und West­fa­len-lip­pe prä­sen­tie­ren drei mit di­gi­ta­len As­sis­tenz­sys­te­men be­hin­der­ten­ge­recht ge­stal­te­te Ar­beits­plät­ze, dar­un­ter ei­ne Mensch-roboter-kol­la­bo­ra­ti­on. Sie sol­len zei­gen, wel­che Mög­lich­kei­ten neue Tech­no­lo­gi­en Men­schen mit un­ter­schied­li­chen Ein­schrän­kun­gen bie­ten, ei­ne Be­schäf­ti­gung zu fin­den.

FO­TO: MES­SE DÜS­SEL­DORF

Das Elek­tro­mo­bil Gats­by, das 2018 zu se­hen war, fährt bis zu 15 km/h schnell und ist dem Ford T aus den 20er-jah­ren nach­emp­fun­den.

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