Je­der drit­te Ju­gend­li­che wird on­li­ne be­läs­tigt

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - POLITIK -

BER­LIN (mlat) Das Smart­pho­ne als stän­di­ger Be­glei­ter: Kin­der und Ju­gend­li­che sind in Deutsch­land im Schnitt je­den Tag 2,4 St­un­den on­li­ne. Bei den 15- bis 17-Jäh­ri­gen sind es so­gar 3,4 St­un­den. Rund zwei Drit­tel der Be­frag­ten nut­zen da­zu mehr­mals täg­lich ihr Han­dy, nur 16 Pro­zent den Com­pu­ter. Das ist das Er­geb­nis der am Don­ners­tag in Ber­lin vor­ge­stell­ten Stu­die „On­li­ne-er­fah­run­gen von 9- bis 17-jäh­ri­gen“des Leib­niz-in­sti­tuts für Me­di­en­for­schung.

Die For­scher fan­den auch her­aus, dass sich vie­le Ju­gend­li­che im In­ter­net leicht­sin­nig ver­hal­ten. Bei­spiels­wei­se beim „Sexting“, dem Ver­sen­den von Text­nach­rich­ten, Bil­dern oder Vi­de­os mit se­xu­el­lem In­halt. Rund ein Drit­tel der 12- bis 17-Jäh­ri­gen ga­ben an, im ver­gan­ge­nen Jahr se­xu­el­le Nach­rich­ten er­hal­ten zu ha­ben. Ein Fünf­tel hat sie selbst ver­schickt, hier­von 42 Pro­zent so, dass an­de­re sie im In­ter­net se­hen konn­ten. 30 Pro­zent der 12- bis 17-Jäh­ri­gen wur­de zu­dem on­li­ne nach se­xu­el­len Din­gen ge­fragt, ob­wohl sie die­se Fra­gen ei­gent­lich nicht be­ant­wor­ten woll­ten.

Wenn Kin­der und Ju­gend­li­che im In­ter­net ver­stö­ren­de Nach­rich­ten er­hal­ten, igno­rie­ren sie die­se häu­fig bloß. Nur fünf Pro­zent der Be­trof­fe­nen mel­den das Pro­blem on­li­ne. „Das Be­wusst­sein von Kin­dern und El­tern muss ge­schärft wer­den“, sag­te Uwe Hase­brink vom Hans-bre­dow-in­sti­tut.

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