Ers­ter OB stirbt

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF -

(tber) Am 19. Sep­tem­ber 1853 stirbt in Düs­sel­dorf der Ver­wal­tungs­be­am­te Hein­rich Schna­bel. Im Al­ter von 16 Jah­ren be­ginnt er 1794 ein Ju­ra-stu­di­um, zu­erst in Hei­del­berg, spä­ter in Göt­tin­gen. Nach En­de des Stu­di­ums be­ginnt er ein Prak­ti­kum beim „Ge­hei­men Rat von Berg“, wo er spä­ter als Rats­re­fe­ren­dar ar­bei­tet. Da­nach steht er im Dienst der Stadt Düs­sel­dorf als Bei­ge­ord­ne­ter und ab 1809 als „Ers­ter Bei­ge­ord­ne­ter“. Nach der Nie­der­la­ge Na­po­le­ons in der Schlacht bei Leip­zig im Ok­to­ber 1813 wird auch die Ver­wal­tung des ehe­ma­li­gen Groß­her­zog­tums Berg – mit der Haupt­stadt Düs­sel­dorf – durch die Al­li­ier­ten neu or­ga­ni­siert und im No­vem­ber 1813 ein Ge­ne­ral­gou­ver­ne­ment Berg ge­bil­det. Der rus­si­sche Staats­rat Karl Jus­tus Gru­ner ist pro­vi­so­ri­scher Ge­ne­ral­gou­ver­neur. Am 24. No­vem­ber wird Schna­bel zum „Mai­re“(Bür­ger­meis­ter) in Düs­sel­dorf er­nannt, An­fang De­zem­ber als Ge­ne­ral-po­li­zei­di­rek­tor für das gan­ze Ge­ne­ral­gou­ver­ne­ment be­auf­tragt. Er ist der Ers­te in Düs­sel­dorf, der die Be­zeich­nung „Ober­bür­ger­meis­ter“führt.

Ein Aus­schnitt des Staats­sie­gels des Groß­her­zog­tums Berg AR­CHIV BERNHARDT

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