Krank­heit: Pflich­ten be­ach­ten

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - BERUF&KARRIERE -

(tmn) Wer krank ist und nicht zur Ar­beit ge­hen kann, hat zwei Pflich­ten ge­gen­über sei­nem Ar­beit­ge­ber: Die Nach­weis- und die An­zei­gen­pflicht. Dar­auf weist der Rechts­schutz des Deut­schen Ge­werk­schafts­bunds (DGB) hin, und er­klärt, wor­in sich die­se un­ter­schei­den.

An­zei­gen­pflicht: Sie be­sagt, dass Be­schäf­tig­te ih­ren Ar­beit­ge­ber auf je­den Fall so­fort über die Krank­heit und die vor­aus­sicht­li­che Dau­er in­for­mie­ren müs­sen. Ar­beit­neh­mer müs­sen re­gel­mä­ßig vor Schicht­be­ginn Be­scheid ge­ben, so dass der Chef ei­ne Ver­tre­tung or­ga­ni­sie­ren kann. In der Re­gel soll­ten Ar­beit­neh­mer das te­le­fo­nisch ma­chen. An­de­re We­ge kön­nen aber laut DGB Rechts­schutz okay sein, wenn sie den be­trieb­li­chen Vor­ga­ben ent­spre­chen.

Nach­weis­pflicht: Der Er­krank­te muss zu­dem nach­wei­sen kön­nen, dass er ar­beits­un­fä­hig ist. Das geht mit ei­nem ärzt­li­chen For­mu­lar, der so­ge­nann­ten Ar­beits­un­fä­hig­keits­be­schei­ni­gung. Laut Ge­setz muss sie bei Er­kran­kun­gen vor­ge­legt wer­den, die mehr als drei Ka­len­der­ta­ge an­dau­ern. Der Nach­weis muss al­so am vier­ten Tag beim Ar­beit­ge­ber sein. Der Ar­beit­ge­ber kann aber ei­ge­ne Re­geln auf­stel­len, und die­sen Nach­weis schon frü­her ver­lan­gen – et­wa ab dem ers­ten Krank­heits­tag, wie die Ex­per­ten des DGB Rechts­schutz er­läu­tern.

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