Gu­te Be­trach­tung

Bun­des­trai­ner Löw

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - LESERBRIEF­E -

Zu „Das Pro­blem ist Löw“(RP vom 11. Sep­tem­ber): Ih­rem Au­tor sei Dank für sei­ne Be­trach­tung der Per­son Löw! Mit dem ver­meint­li­chen Um­bruch, dem un­ter an­de­ren Hum­mels und Mül­ler zum Op­fer ge­fal­len sind, hat Bun­des­trai­ner Löw das Bad mit dem Kin­de aus­ge­schüt­tet. Deutsch­land ver­fügt über ein großes Po­ten­ti­al hoch­ta­len­tier­ter jun­ger Spie­ler, doch die müs­sen zu­nächst von er­fah­re­nen Team-kol­le­gen an die Hand ge­nom­men wer­den. Das Spiel ge­gen die Nie­der­lan­de war ein Be­leg da­für, dass Löw sei­ne Tak­tik, wenn man über­haupt von ei­ner sol­chen re­den kann, nicht an der op­ti­ma­len Po­si­ti­on für den Ein­zel­spie­ler aus­rich­tet. Tah ist hier ein ty­pi­sches Bei­spiel, weil der nur in ei­ner Vie­rer­ket­te sei­ne Leis­tung brin­gen kann. Das Spiel ge­gen die Nie­der­lan­de hat gna­den­los die De­fi­zi­te un­se­rer Mann­schaft auf­ge­deckt und nur dem müh­sam er­run­ge­nen Sieg ge­gen ein in­ter­na­tio­na­les Leicht­ge­wicht Nord­ir­land, hat Löw es zu ver­dan­ken, dass sich der Un­mut (noch) in Gren­zen hält! Es ist zu be­fürch­ten, dass es wie­der­um Löws Po­si­ti­on stärkt, wenn er ge­gen die nächs­ten schwa­chen Geg­ner ge­win­nen soll­te. Doch bis zur EM dürf­te es schwer sein, die Mann­schaft auf in­ter­na­tio­na­les Ni­veau zu brin­gen. Löw scheint mir nicht der Ga­rant da­für zu sein. Klaus Lü­ck­erath Meer­busch

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