Mer­kel: Iran stellt un­rea­lis­ti­sche For­de­run­gen

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - VORDERSEIT­E -

NEW YORK (dpa/rtr) Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel wirbt im Atom­streit für di­rek­te Kon­tak­te der Kon­tra­hen­ten. „Ich wür­de es be­grü­ßen, wenn es zu Ge­sprä­chen kom­men wür­de zwi­schen den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und dem Iran“, sag­te Mer­kel in New York nach Tref­fen so­wohl mit Us-prä­si­dent Do­nald Trump als auch erst­mals mit dem ira­ni­schen Prä­si­den­ten Has­san Ru­ha­ni am Ran­de der Un-voll­ver­samm­lung. „Aber das wird si­cher nicht so funk­tio­nie­ren, dass al­le Sank­tio­nen vor­her vom Tisch ge­nom­men wer­den“, wies sie ira­ni­sche For­de­run­gen zu­rück. „Das ist kein rea­lis­ti­scher An­gang.“Man müs­se er­rei­chen, dass nicht stän­dig For­de­run­gen auf­ge­stellt wür­den, die die Auf­nah­me von Ge­sprä­chen ver­hin­der­ten.

Mer­kel sag­te, sie ha­be mit Ru­ha­ni über das Atom­ab­kom­men ge­spro­chen so­wie über die Fra­ge, wie man im Na­hen und Mitt­le­ren Os­ten mehr Frie­den schaf­fen kön­ne. Sie ver­wies dar­auf, dass die drei gro­ßen Eu-staa­ten dem Iran am Mon­tag ei­ne Mit­ver­ant­wor­tung für die Droh­nen-an­grif­fe auf sau­di-ara­bi­sche Öl­an­la­gen ge­ge­ben hat­ten.

Zu­vor hat­te Trump sei­nen har­ten Sank­ti­ons­kurs ge­gen den Iran be­kräf­tigt, aber zu­gleich die Hand aus­ge­streckt. In sei­ner ins­ge­samt un­ge­wöhn­lich mo­de­ra­ten Re­de vor der Un-voll­ver­samm­lung warf er der ira­ni­schen Füh­rung zwar vor, im Na­hen Os­ten im „Blut­rausch“zu wü­ten. Auf ei­ne Dro­hung mit Ver­gel­tung ver­zich­te­te er aber.

Po­li­tik

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.