So soll man sein Au­to on­line an­mel­den

Mit dem Pro­gramm i-kfz sol­len sich die Bür­ger in Zu­kunft den Gang zum Stra­ßen­ver­kehrs­amt spa­ren kön­nen. Was in der Theo­rie gut klingt, könn­te in der Pra­xis je­doch schwie­rig wer­den.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - VORDERSEIT­E - VON HEN­DRIK GAASTERLAN­D

Mit dem Pro­gramm i-kfz sol­len sich die Bür­ger in Zu­kunft den Gang zum meist über­lau­fe­nen Stra­ßen­ver­kehrs­amt spa­ren kön­nen.

Im Per­so­nal- und Or­ga­ni­sa­ti­ons­aus­schuss stellt die CDU am heu­ti­gen Don­ners­tag ei­ne An­fra­ge zu den War­te­zei­ten in der Zu­las­sungs­stel­le im Stra­ßen­ver­kehrs­amt. Für die Rats­frak­ti­on sei nicht er­kenn­bar, dass die Zu­las­sungs­stel­le ih­ren Ser­vice mit kür­ze­ren War­te­zei­ten ver­bes­sert hat. Die Uni­on fragt im Aus­schuss des­we­gen un­ter an­de­rem nach den ge­plan­ten Ve­rän­de­run­gen im Amt. Ei­ne da­von wird die in­ter­net­ba­sier­te Fahr­zeug­zu­las­sung i-kfz sein, mit der die Bür­ger „be­quem im In­ter­net und oh­ne Gang zur Zu­las­sungs­be­hör­de“ihr neu­es Fahr­zeug an­mel­den kön­nen – so heißt es im Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um. Zum 1. Ok­to­ber soll i-kfz auch in Düsseldorf ein­ge­führt wer­den, doch was sich in der Theo­rie nach ei­ner Er­leich­te­rung für den Bür­ger an­hört, wird sich in der Pra­xis wo­mög­lich zu­nächst als Ent­täu­schung her­aus­stel­len. Denn so kom­plex wird die On­line-neu­zu­las­sung in acht Schrit­ten:

1. Iden­ti­fi­zie­rung Zu­nächst muss sich der Kun­de im On­line-por­tal der Kom­mu­ne elek­tro­nisch iden­ti­fi­zie­ren. Da­für wer­den ent­we­der ein Kar­ten­le­se­ge­rät oder ein Smart­pho­ne mit der Aus­weisapp2 be­nö­tigt – ein neu­er Per­so­nal­aus­weis mit frei­ge­schal­te­ten On­line­funk­tio­nen und PINS wird vor­aus­ge­setzt.

2. Da­ten Das Ein­fü­gen der Da­ten ge­hört zu den ein­fa­che­ren Schrit­ten bei i-kfz. Es wer­den die Da­ten des An­trag­stel­lers und falls ab­wei­chend die des Hal­ters ein­ge­tra­gen.

3. Si­cher­heits­code Der Kun­de legt den Si­cher­heits­code der Zu­las­sungs­be­schei­ni­gung (ZB) II frei, er kann mit ei­nem Geld­stück vor­sich­tig frei­ge­rub­belt wer­den.

4. Co­des über­tra­gen Die Da­ten müs­sen mit der Fahr­zeug-iden­ti­fi­zie­rungs­num­mer (FIN), dem frei­ge­leg­ten Si­cher­heits­code der ZB Teil II, der evb-num­mer der Ver­si­che­rung zum Nach­weis der Kfz-haft­pflicht­ver­si­che­rung, der IBAN für die Se­pa-last­schrift­ver­fah­ren der Kfz-steu­er und dem Kenn­zei­chen ver­voll­stän­digt wer­den.

5. Zah­lung Die Ge­büh­ren wer­den per epay­ment-sys­tem be­zahlt. Mög­lich sind: On­line-über­wei­sung gi­ro­pay, Pay­pal, pay­di­rekt oder Kre­dit­kar­te.

6. An­trags­be­ar­bei­tung Es gibt ei­ne voll­au­to­ma­ti­sche Be­ar­bei­tung der An­trä­ge bei der Au­ßer­be­trieb­set­zung und bei der Um­schrei­bung mit Kenn­zei­chen­mit­nah­me. Al­le an­de­ren Vor­gän­ge, auch die Neu­zu­las­sung, wer­den ab­schlie­ßend in der Kfz-zu­las­sungs­stel­le be­ar­bei­tet. In die­sen Fäl­len muss der Kun­de war­ten, bis die Zu­las­sungs­un­ter­la­gen durch die Be­hör­de zu­ge­stellt wor­den sind, in der Re­gel per Post. Zu be­ach­ten ist, dass Kun­den­ein­ga­ben am Wo­che­n­en­de frü­hes­tens am Mon­tag be­ar­bei­tet wer­den.

7. Ver­sen­dung Der Kun­de war­tet et­wa ein bis zwei Werk­ta­ge nach Be­ar­bei­tung auf die Zu­las­sungs­do­ku­men­te. Die Do­ku­men­te wer­den aus Si­cher­heits­grün­den per Ein­schrei­ben mit Rück­schein ver­sen­det.

8. Pla­ket­ten Die Kenn­zei­chen­schil­der müs­sen selbst­stän­dig be­sorgt und die über­sand­ten Pla­ket­ten vom Trä­ger ent­fernt und rich­tig auf den Schil­dern auf­ge­klebt wer­den.

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