Fortu­nas fünf Leh­ren für das Spiel ge­gen den SC Frei­burg

Am Sonn­tag (15.30 Uhr) kommt das Über­ra­schungs­team der Sai­son nach Düsseldorf. Fortu­na kann aus den jüngs­ten Par­ti­en ei­ni­ges mit­neh­men.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF­ER SPORT - VON BERND JOLITZ

Fortu­nas Punkt­aus­beu­te aus den jüngs­ten vier Bun­des­li­ga­spie­len könn­te bes­ser sein. Nie­der­la­gen ge­gen Le­ver­ku­sen (1:3), in Frank­furt und Mön­chen­glad­bach (je 1:2) so­wie ein 1:1 zu Hau­se ge­gen den VFL Wolfsburg wa­ren nicht ganz das, was sich die Fans nach dem 3:1-Auf­takt­sieg in Bre­men er­hofft hat­ten. Die Bi­lanz ist je­doch al­les an­de­re als kri­sen­haft, wenn man be­denkt, dass die Mann­schaft von Trai­ner Fried­helm Fun­kel in der Vor­sai­son ge­gen die­sel­ben Geg­ner, de­nen sie jetzt vier Punk­te ab­rang, kei­nen ein­zi­gen ver­bucht hat­te. Zu­dem war sie nur ge­gen Le­ver­ku­sen chan­cen­los – in je­der an­de­ren Par­tie gab sie den Er­folg un­nö­ti­ger­wei­se aus der Hand.

Für das Heim­spiel am Sonn­tag (15.30 Uhr) ge­gen den SC Frei­burg, als Vier­ter das Über­ra­schungs­team der Sai­son, kann Fortu­na wich­ti­ge Leh­ren zie­hen.

Ei­ne star­ke Hälf­te reicht nicht. Fun­kel und sein Trai­ner­team müs­sen schnell er­grün­den, wo­her der sich wie­der­ho­len­de Leis­tungs­ab­fall nach der Pau­se rührt. Kon­di­tio­nel­le Pro­ble­me ste­cken mit gro­ßer Si­cher­heit nicht da­hin­ter. Schon eher, dass die Mann­schaft sich zu sehr an ei­ne knap­pe Füh­rung klam­mert, wie es in Frank­furt und Glad­bach der Fall war, und dar­über ih­re Li­nie ver­liert. Fortu­na muss kon­se­quent so wei­ter­spie­len wie in ih­ren durch­gän­gig star­ken ers­ten Hälf­ten.

Im Tor gibt es kein Pro­blem. Zack Stef­fen war schon beim Sieg in Bre­men der über­ra­gen­de Mann auf dem Platz, und der Na­tio­nal­tor­hü­ter der USA lie­fer­te auch in Glad­bach ei­ne rund­um über­zeu­gen­de Leis­tung ab. Fast hät­te der 24-Jäh­ri­ge so­gar den spä­ten Sieg­tref­fer der Bo­rus­sen noch ver­hin­dert. Auf Stef­fens Top­form kann das ge­sam­te Team auf­bau­en, sich die nö­ti­ge Si­cher­heit ho­len. Die lin­ke Sei­te muss bes­ser wer­den. Ni­ko Gie­ßel­mann macht das ers­te gro­ße Form­tief sei­ner Zeit in Düsseldorf durch. Es wä­re je­doch viel zu ein­fach, al­les auf den Links­ver­tei­di­ger zu schie­ben, denn er er­fuhr auch kei­ne aus­rei­chen­de Un­ter­stüt­zung durch sei­ne Kol­le­gen. Nur im Kol­lek­tiv kann Fortu­na ih­re ak­tu­el­le Schwach­stel­le be­he­ben, zu­mal da die po­ten­ti­el­len Al­ter­na­ti­ven Mar­kus Sutt­ner und Die­go Con­ten­to für das Frei­burg-spiel wohl noch nicht aus­rei­chend fit sind.

Mut macht sich be­zahlt. Fortu­na be­kam im­mer erst dann ein Pro­blem, wenn sie sich zu weit zu­rück­zog, dem Geg­ner die Initia­ti­ve über­ließ. Da­mit bau­te sie auch die zu­vor völ­lig ver­un­si­cher­ten Glad­ba­cher auf. Ge­gen Frei­burg ist da­her durch­gän­gig Mut ge­fragt – selbst­re­dend mit der nö­ti­gen Ab­si­che­rung.

An Ab­spra­chen hal­ten. In Glad­bach ver­schenk­ten die Düs­sel­dor­fer das mög­li­che Sieg­tor, als sie kurz vor Schluss ei­ne Frei­stoß­va­ri­an­te spiel­ten, die sie nie ein­stu­diert hat­ten. Fun­kel und Sport­vor­stand Lutz Pfan­nen­stiel wa­ren dar­über stock­sau­er, und das zu Recht: Ver­trau­en in ab­ge­spro­che­ne Sze­na­ri­en ist bei al­lem Wil­len zur Krea­ti­vi­tät un­ab­ding­bar.

FOTO: JANNING

Bes­ter Lau­ne: Zack Stef­fen im Mitt­woch-trai­ning.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.