Die Ibi­za-af­fä­re führ­te zur vor­ge­zo­ge­nen Wahl

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - STIMME DES WESTENS -

Ibi­za-vi­deo

Am 17. Mai 2019 ver­öf­fent­lich­ten „Spie­gel On­li­ne“und „Süd­deut­sche.de“heim­lich auf­ge­nom­me­ne Vi­deo-aus­schnit­te von Ju­li 2017. Sie zei­gen Heinz-chris­ti­an Stra­che, Par­tei­chef der rechts­po­pu­lis­ti­schen FPÖ und spä­ter Vi­ze­kanz­ler, und Fpö-klub­mann Jo­hann Gu­de­nus bei ei­nem Tref­fen mit ei­ner an­geb­li­chen rus­si­schen Olig­ar­chen-nich­te in ei­ner Vil­la auf Ibi­za. Aus ih­ren Ge­sprä­chen ließ sich ei­ne Be­reit­schaft zu Kor­rup­ti­on und zur Kon­trol­le un­ab­hän­gi­ger Me­di­en so­wie zur ge­setz­wid­ri­gen Par­tei­fi­nan­zie­rung ab­lei­ten.

Rück­tritt

Am 18. Mai kün­dig­ten Stra­che und Gu­de­nus ih­ren Rück­tritt von al­len po­li­ti­schen Äm­tern an. Se­bas­ti­an Kurz er­such­te Bun­des­prä­si­dent Alex­an­der Van der Bel­len um die Ent­las­sung von In­nen­mi­nis­ter Her­bert Kickl, der zur Zeit der Ent­ste­hung des Vi­de­os Fpö-ge­ne­ral­se­kre­tär war. Al­le Mi­nis­ter der FPÖ tra­ten dar­auf­hin aus der Re­gie­rung zu­rück.

Miss­trau­ens­vo­tum

Erst­mals in der Ge­schich­te Ös­ter­reichs sprach der Na­tio­nal­rat am 27. Mai mehr­heit­lich der Re­gie­rung das Miss­trau­en aus, die am 28. Mai auf­ge­löst wur­de. Die par­tei­lo­se Bri­git­te Bier­lein wur­de mit der Bil­dung ei­ner Über­gangs­re­gie­rung bis zur Neu­wahl im Sep­tem­ber be­auf­tragt.

FO­TO:DPA

Se­bas­ti­an Kurz, von 2017 bis En­de Mai ös­ter­rei­chi­scher Kanz­ler.

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