Fortu­na un­ter Zug­zwang

Nach dem sehr schwe­ren Auf­takt­pro­gramm fol­gen für den Bun­des­li­gis­ten ei­ni­ge Spie­le, in de­nen er un­be­dingt punk­ten muss. Durch das 1:2 ge­gen den SC Frei­burg ist der Druck grö­ßer ge­wor­den.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF­ER SPORT - VON BERND JOLITZ

Bis zum ver­gan­ge­nen Sonn­tag, 17.21 Uhr, durf­te Fortu­na auf ei­ne be­son­de­re Sta­tis­tik ver­wei­sen. Zwar hat­te sie erst vier Punk­te auf dem Kon­to – da­für war es ihr aber ge­lun­gen, aus ih­ren ers­ten fünf Be­geg­nun­gen der Sai­son eben die­se vier Punk­te mehr mit­zu­neh­men als in der Vor­sai­son. Sie ver­lor wie im ver­gan­ge­nen Jahr in Glad­bach, in Frank­furt und ge­gen Le­ver­ku­sen, sieg­te da­für aber in Bre­men ( Vor­sai­son 1:3) und punk­te­te ge­gen Wolfs­burg (0:3).

Die­se Bi­lanz ha­ben die Düs­sel­dor­fer nun ge­gen den SC Frei­burg ver­wäs­sert, denn 2018/19 hat­ten sie die Breis­gau­er noch 2:0 be­siegt, am Sonn­tag aber 1:2 ver­lo­ren. Viel bit­te­rer als die­se klei­ne Zah­len­spie­le­rei ist in­des, dass sich Fortu­na mit die­ser er­neut un­nö­ti­gen Nie­der­la­ge selbst stark un­ter Zug­zwang ge­setzt hat. Frei­burg war nach dem sehr har­ten Auf­takt­pro­gramm der ers­te Kon­tra­hent, den man vor Sai­son­be­ginn auf ei­nem ver­gleich­ba­ren Le­vel ge­se­hen hat­te – und ge­gen sol­che Geg­ner schmer­zen Nie­der­la­gen ganz be­son­ders.

„Frei­burg hat­te nach der Pau­se kei­ne Chan­ce bis auf die­ses Tor, und da schla­fen wir al­le wie­der“, fluch­te Rechts­ver­tei­di­ger Mat­thi­as Zim­mer­mann. „Wir wis­sen al­le, dass sol­che Schläf­rig­keit in der ers­ten Li­ga töd­lich ist.“Eben des­halb muss die Mann­schaft von Trai­ner Fried­helm Fun­kel in den nächs­ten Wo­chen be­son­ders wach­sam sein. Bis An­fang No­vem­ber fol­gen jetzt die Par­ti­en, in de­nen Fortu­na un­be­dingt punk­ten muss, wenn sie am En­de über dem Strich ste­hen will, der das ret­ten­de Ufer von den Ab­stiegs­plät­zen trennt.

Am Frei­tag bei Her­tha BSC gilt das zu­nächst nur be­dingt, ob­wohl die Düs­sel­dor­fer An­fang April mit 2:1 drei Punk­te von der Spree ent­führ­ten. Seit­dem je­doch hat sich Her­tha un­ter an­de­rem mit dem frü­he­ren Fortu­na-tor­jä­ger Do­di Lu­ke­bakio ver­stärkt und zu­dem mit dem 4:0 in Köln gu­te Form nach­ge­wie­sen. Da­nach geht es dann ans Ein­ge­mach­te: Der FSV Mainz 05 so­wie die bei­den Auf­stei­ger SC Pa­der­born und 1. FC Köln gel­ten als Ab­stiegs­kan­di­da­ten und somit als di­rek­te Kon­kur­ren­ten Fortu­nas.

Der Geg­ner vom Sonn­tag darf da­bei als Vor­bild die­nen. Ak­tu­ell steht der SC Frei­burg zwar sen­sa­tio­nell auf dem drit­ten Ta­bel­len­platz. Der zu­vor eben­falls als ge­fähr­det ge­han­del­te Sport­club hat aber sei­ne bis­lang vier Sai­son­sie­ge ge­gen Teams er­run­gen, die die Rän­ge zwölf, 14, 16 und 18 be­le­gen – al­so ge­gen di­rek­te Kon­kur­ren­ten ge­won­nen. „Vom Dritt­letz­ten sind wir jetzt ein paar Punk­te weg“, fass­te Trai­ner Chris­ti­an Streich des­halb am Sonn­tag zu­sam­men, „das ist das, was re­le­vant ist in Frei­burg.“Stimmt, und des­halb kom­men jetzt auch die für Fortu­na re­le­van­ten Spie­le, ge­gen die Num­mern zehn, 16, 18 und 17 des Klas­se­ments.

„Wir ha­ben im­mer ge­wusst, dass es ei­ne har­te Sai­son wird“, be­ton­te Sport­vor­stand Lutz Pfan­nen­stiel. „Jetzt kom­men die Spie­le ge­gen Geg­ner auf Au­gen­hö­he.“Der Druck ist grö­ßer ge­wor­den – aber das ist für Fortu­na kei­ne neue Si­tua­ti­on.

FO­TO: FALK JANNING

Ken­an Ka­ra­man (wei­ßer Dress) hät­te für ein bes­se­res En­de sor­gen kön­nen. Die Frei­bur­ger Ja­nik Ha­be­rer (li.) und Do­mi­ni­que Heintz at­men auf.

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