Stu­die­ren­de woh­nen in Düs­sel­dorf teu­er

Ein Zim­mer in ei­ner WG ist laut ei­ner Stu­die teu­rer als in den meis­ten an­de­ren Städ­ten. Güns­ti­ger könn­te ei­ne ei­ge­ne klei­ne Woh­nung kom­men.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF­ER STADTPOST - VON ALI­NA KOMOREK

Stu­die­ren­de müs­sen für das Woh­nen in Düs­sel­dorf deut­lich tie­fer in die Ta­sche grei­fen als in vie­len an­de­ren Hoch­schul­städ­ten Deutsch­lands. Das er­gab ei­ne Un­ter­su­chung des Mo­ses-men­dels­sohn-in­sti­tu­tes mit dem In­ter­net­por­tal Wg-ge­sucht.de. Die­se be­fass­te sich mit den Mie­ten, die für ein ty­pi­sches Zim­mer in ei­ner Wohn­ge­mein­schaft be­zahlt wer­den müs­sen. Düs­sel­dorf lan­de­te da­bei auf Rang elf von 98 un­ter­such­ten Städ­ten: Ein WG-ZIM­mer kos­te­te hier zum Se­mes­ter­be­ginn 438 Eu­ro, im ver­gan­ge­nen Jahr wa­ren es dem­nach noch 400 Eu­ro ge­we­sen.

Der Miet­preis für sol­che Zim­mer in Düs­sel­dorf liegt da­mit in die­sem Jahr et­wa 50 Eu­ro über dem bun­des­wei­ten Durch­schnitt von 389 Eu­ro. Noch an­ge­spann­ter als in der Nrw-lan­des­haupt­stadt ist die Si­tua­ti­on in gro­ßen Me­tro­po­len wie Ham­burg oder Mün­chen, die auf den vor­ders­ten Rän­gen lan­de­ten.

Güns­ti­ge­re Wohn­mög­lich­kei­ten wie bei­spiels­wei­se in ei­nem Wohn­heim sind in der Lan­des­haupt­stadt schwer zu be­kom­men: Laut der Stu­die be­kom­men nur 6,5 Pro­zent der Stu­die­ren­den ei­nen Wohn­heim­platz.

So­gar güns­ti­ger als in ei­ner Wohn­ge­mein­schaft könn­ten die Stu­die­ren­den ei­ner an­de­ren Un­ter­su­chung zu­fol­ge aber weg­kom­men, wenn sie auf dem en­gen Düs­sel­dor­fer Markt ei­ne ei­ge­ne klei­ne Woh­nung su­chen. Im Mlp-stu­den­ten­wohn­re­port wur­den die Mie­ten für Mus­ter­woh­nun­gen er­mit­telt, die 1995 er­baut wur­den, 30 Qua­drat­me­ter groß und 1,5 Ki­lo­me­ter von der Uni ent­fernt sind. In Düs­sel­dorf be­tra­ge der Miet­preis für ei­ne sol­che Woh­nung 404 Eu­ro, hieß es. Das sind 85 Eu­ro mehr als noch im Jahr 2010.

Die Stadt liegt in die­ser Stu­die im Mit­tel­feld von 30 un­ter­such­ten Hoch­schul­städ­ten: In Köln kos­tet die Mo­nats­mie­te für ei­ne ver­gleich­ba­re Woh­nung 459 Eu­ro. Am we­nigs­ten zah­len Stu­die­ren­de im Os­ten Deutsch­lands – in Mag­de­burg kos­tet die Mus­ter­woh­nung 251 Eu­ro. Am meis­ten kos­tet sie in Mün­chen: 717 Eu­ro. Pro­ble­ma­tisch sei das trotz stei­gen­der Mie­ten gleich­blei­ben­de Net­to­ein­kom­men von Stu­die­ren­den um 900 Eu­ro, hieß es in der Stu­die. Da nur we­ni­ge von ih­nen ei­nen Platz im Wohn­heim be­kom­men, sei­en sie auf den frei­en Woh­nungs­markt an­ge­wie­sen.

Das Stu­die­ren­den­werk in Düs­sel­dorf bie­tet bei fast 57.000 Stu­die­ren­den mo­men­tan 4300 Plät­ze in Wohn­hei­men an. Die Miet­prei­se lie­gen dort zwi­schen 250 und 300 Eu­ro. Die­se Mie­ten wür­den nur an­ge­ho­ben, wenn die Ne­ben­kos­ten stei­gen, heißt es vom Stu­die­ren­den­werk. Für das an­ste­hen­de Win­ter­se­mes­ter sag­te die Ein­rich­tung vor­aus, dass die Plät­ze nicht für al­le In­ter­es­sen­ten aus­rei­chen wer­den. Ent­spre­chend hoch sei die Zahl der Stu­die­ren­den, die sich für ei­ne Wohn­ge­mein­schaft oder das El­tern­haus an­stel­le ei­ner ei­ge­nen Woh­nung ent­schei­den wer­den.

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