Das En­de der Kut­schen­zeit

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF -

(tber) 1876 be­ginnt der öf­fent­li­che Per­so­nen­nah­ver­kehr auf Schie­nen in Düs­sel­dorf mit der Pfer­de­bahn. Der bel­gi­sche Un­ter­neh­mer Leo­pold Boya­ert be­kommt von der Stadt Düs­sel­dorf ei­ne Kon­zes­si­on für ei­nen Zeit­raum von 25 Jah­ren er­teilt. Boya­ert muss jähr­lich ei­ne Ab­ga­be zah­len. Mit dem An­wach­sen der Stadt wird auch ein Ver­kehrs­mit­tel nö­tig, das sich die­ser ra­san­ten Ent­wick­lung an­passt. Die häu­fi­gen Pfer­de­wech­sel und auch der ge­stie­ge­ne Be­darf an Zug­tie­ren ste­hen dem ent­ge­gen. Bei Ein­spän­nern sind durch­schnitt­lich fünf bis sie­ben Pfer­de pro Wa­gen im Ein­satz. Ein aus­ge­ruh­tes Tier wird vom Kut­scher für die Rück­fahrt – zu­erst fuhr man ein­glei­sig – am End­punkt neu ein­ge­schirrt. Of­fi­zi­ell soll dann im Ju­ni 1900 die letz­te Pfer­de­bahn (Pähds­bahn“) in Düs­sel­dorf ge­fah­ren sein. Ers­te elek­tri­sche Stra­ßen­bah­nen fah­ren in Düs­sel­dorf schon ab 1896, ei­ni­ge der Pfer­de­bahn-wa­gen wer­den für den elek­tri­schen Be­trieb um­ge­baut. Am 1. Ok­to­ber 1966 wird der letz­te Düs­sel­dor­fer Pfer­de­bahn-kut­scher, Edu­ard Mül­ler, zu Gr­a­be ge­tra­gen.

AR­CHIV: TBER

Ein Pfer­de­bahn-kut­scher im ver­gan­ge­nen Jahr­hun­dert

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