Ar­beits­lo­sen­zahl in Düs­sel­dorf geht zu­rück

Mehr Men­schen im Al­ter von mehr als 55 Jah­ren ha­ben ei­ne Ar­beits­stel­le.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF­ER WIRTSCHAFT -

(nic) Nach­dem die Ar­beits­lo­sig­keit in der Lan­des­haupt­stadt wäh­rend der Som­mer­mo­na­te sai­son­be­dingt an­ge­stie­gen war, ist sie im Sep­tem­ber wie­der ge­sun­ken. Un­ter an­de­rem hät­ten vie­le jun­ge Fach­kräf­te, die nach dem En­de ih­rer Aus­bil­dung nicht so­fort vom Aus­bil­der über­nom­men wur­den, im Sep­tem­ber ei­nen neu­en Ar­beit­ge­ber ge­fun­den. Zu­dem gilt, dass Be­trie­be für Ent­las­sun­gen meist ei­nen Zeit­punkt vor den Fe­ri­en wäh­len – neu ein­ge­stellt wird da­ge­gen eher wie­der nach Fe­ri­en­en­de. Ins­ge­samt ha­be sich im Sep­tem­ber die Zahl der so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten wei­ter er­höht, hieß es. „Sie stieg ins­be­son­de­re bei den Men­schen über 55 Jah­re an“, sagt die Che­fin der Düs­sel­dor­fer Agen­tur für Ar­beit, Bir­git­ta Kubsch-von Har­ten.

Die Zahl der Ar­beits­lo­sen sank im Ver­gleich zum Au­gust um 968 auf 22.322 Per­so­nen. Die Ar­beits­lo­sen­quo­te be­trägt da­mit ak­tu­ell 6,6 Pro­zent – ex­akt so viel wie vor ei­nem Jahr. Die Zahl der Ar­beits­lo­sen un­ter 25 Jah­ren liegt bei 1499 Per­so­nen, 182 we­ni­ger als im Vor­mo­nat. In die­ser Al­ters­grup­pe be­trägt die Ar­beits­lo­sen­quo­te da­mit 5,2 Pro­zent.

Fast 73.700 der so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig Be­schäf­tig­ten in der Lan­des­haupt­stadt sind der Ar­beits­agen­tur zu­fol­ge 55 Jah­re alt oder äl­ter. In­ner­halb ei­nes Jah­res stieg die An­zahl der äl­te­ren, so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Ar­beit­neh­mer um fast 4400 Men­schen (6,3 Pro­zent) an. Die­se Ent­wick­lung macht sich auch in der Be­schäf­ti­gungs­quo­te be­merk­bar: Wäh­rend 2014 nur 43 Pro­zent der Düs­sel­dor­fer Be­völ­ke­rung zwi­schen 55 und 65 Jah­ren so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tig be­schäf­tigt war, ist die Be­schäf­tig­ten­quo­te in die­ser Al­ters­grup­pe ak­tu­ell auf 51,3 Pro­zent an­ge­stie­gen. „Es ist er­freu­lich, dass im­mer mehr Men­schen über 55 Jah­re be­schäf­tigt sind. Ihr be­ruf­li­cher Er­fah­rungs­schatz ist auf­grund des Be­darfs an gut qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­ten und des de­mo­gra­fi­schen Wan­dels von ho­hem Wert“, sagt Bir­git­ta Kubsch-von Har­ten. Den­noch sei es ei­ne ge­sell­schaft­li­che Auf­ga­be und ei­ne Auf­ga­be in den Per­so­nal­ab­tei­lun­gen, al­ters­ge­rech­te Rah­men­be­din­gun­gen zu schaf­fen „und so die Ar­beits­fä­hig­keit äl­te­rer Ar­beit­neh­mer op­ti­mal zu un­ter­stüt­zen und von ih­ren Kom­pe­ten­zen zu pro­fi­tie­ren“.

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