Ka­len­der­blatt

1. Ok­to­ber 1958 El­vis Pres­ley in Deutsch­land

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - UNTERHALTU­NG -

Mit Songs wie „He­art­break Ho­tel“, „Jail­hou­se Rock“und „Lo­ve Me Ten­der“hat­te El­vis Pres­ley die Mu­sik re­vo­lu­tio­niert. Sein Tanz­stil be­geis­ter­te vor al­lem die weib­li­chen Fans, wäh­rend die selbst er­nann­ten Sit­ten­wäch­ter der USA tob­ten. Doch auch ein Su­per­star er­hielt in den 1950er Jah­ren ir­gend­wann den Ein­be­ru­fungs­be­scheid zur Us-ar­mee. „Es ist ei­ne Pflicht, die ich zu er­fül­len ge­den­ke“, er­klär­te El­vis Pres­ley, der sich nicht für den Ein­satz bei ei­nem der Un­ter­hal­tungs­re­gi­men­ter ent­schied, son­dern als nor­ma­ler Sol­dat die­nen woll­te. Am 1. Ok­to­ber 1958 er­reich­te der be­rühm­tes­te Pri­va­te der Us-ar­mee sei­nen Ein­satz­ort: Deutsch­land. Pres­ley war als Teil der 3. Us-pan­zer­di­vi­si­on im hes­si­schen Fried­berg sta­tio­niert. Sei­ne Pr-leu­te ver­mark­te­ten die Ab­we­sen­heit des Sän­gers ge­schickt, bald ent­stan­den Le­gen­den um den ein­fa­chen Sol­da­ten mit Star-sta­tus. Sei­ne Ka­me­ra­den be­schrie­ben ihn als bo­den­stän­dig und bis auf die Tat­sa­che, dass er nicht in der Ka­ser­ne, son­dern in ei­nem Pri­vat­haus wohn­te, leb­te Pres­ley wohl tat­säch­lich das Le­ben ei­nes Mit­glieds der Us-ar­mee. Nur, wenn er in der Öf­fent­lich­keit zu se­hen war, wur­de es tur­bu­lent: Fans sam­mel­ten nicht nur

Au­to­gram­me, son­dern ris­sen ihm auch so oft die Ab­zei­chen von der

Ar­mee­ja­cke, dass die

Nä­he­rin­nen der Trup­pe sich be­schwer­ten.

Nach 17 Mo­na­ten ver­ließ Pres­ley Deutsch­land im Rang ei­nes

Ser­geant.

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