Zah­len und Fak­ten über Au­tis­mus

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - STIMME DES WESTENS -

De­fi­ni­ti­on Au­tis­mus ist ei­ne neu­ro­ge­ne­ti­sche Ent­wick­lungs­stö­rung, kurz ge­sagt: ei­ne psy­chi­sche Er­kran­kung. Fach­leu­te un­ter­schei­den drei For­men: den „früh­kind­li­chen Au­tis­mus“, das „Asper­ger-syn­drom“und den „aty­pi­schen Au­tis­mus“. Ober­be­griff für das gan­ze Spek­trum ist der Be­griff „Au­tis­mus-spek­trum-stö­rung“. Et­wa ein Pro­zent der Be­völ­ke­rung hat ei­ne der drei Au­tis­mus-for­men. 60 Pro­zent der Au­tis­ten ha­ben das Asper­ger-syn­drom.

Ur­sa­che Ein­deu­tig wis­sen­schaft­lich be­legt ist ei­ne ge­ne­ti­sche Ver­an­la­gung für Au­tis­mus. Und die ist so­gar recht mas­siv: Ist in ei­ner Fa­mi­lie be­reits ein Kind Au­tist, liegt die Wahr­schein­lich­keit, dass die El­tern ein zwei­tes au­tis­ti­sches Kind be­kom­men, bei im­mer­hin 20 Pro­zent.

Pro­gno­se Au­tis­mus ist nicht heil­bar. Die Merk­ma­le kön­nen sich zu­nächst noch ver­än­dern. Im Er­wach­se­nen­al­ter blei­ben sie je­doch be­ste­hen. Die ty­pi­schen Be­ein­träch­ti­gun­gen wie ge­stör­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, Pro­ble­me im So­zi­al­ver­hal­ten und ste­reo­ty­pe Ver­hal­tens­wei­sen kön­nen häu­fig kom­pen­siert oder ge­bes­sert wer­den. Er­fah­run­gen aus der psych­ia­tri­schen Pra­xis zei­gen, dass be­son­ders Grup­pen­the­ra­pi­en Au­tis­ten gut­tun.

FO­TO: DPA

Sie hat die Mas­sen mo­bi­li­siert: Gre­ta Thun­berg.

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