Durch­schnitts­ver­die­ner zahl­ten 6300 Eu­ro an So­li

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - VORDERSEIT­E -

BER­LIN (mar) Ein al­lein­ste­hen­der, kin­der­lo­ser Durch­schnitts­ver­die­ner hat seit 1991 bis­her ins­ge­samt rund 6300 Eu­ro an So­li­da­ri­täts­zu­schlag ge­zahlt. Das geht aus Be­rech­nun­gen des Deut­schen Steu­er­zah­ler­insti­tuts des Steu­er­zah­ler­bun­des für un­se­re Re­dak­ti­on her­vor. Dem­nach fiel bei ei­nem kin­der­lo­sen Sin­gle mit ei­nem durch­schnitt­li­chen Brut­to­jah­res­ge­halt ei­ne jah­res­durch­schnitt­li­che So­li-be­las­tung von rund 242 Eu­ro an. Fa­mi­li­en mit Kin­dern und Ehe­leu­te mit Durch­schnitts­ver­diens­ten be­zahl­ten in der Re­gel we­gen des Ehe­gat­ten­split­tings und der Kin­der­frei­be­trä­ge deut­lich we­ni­ger.

Die So­li-ein­nah­men sum­mie­ren sich zwi­schen 1991 und 2019 laut dem Steu­er­zah­ler­insti­tut auf bis­her rund 344 Mil­li­ar­den Eu­ro. Der Durch­schnitts­ver­dienst stieg deut­lich von knapp 20.000 Eu­ro 1991 auf heu­te gut 36.000 Eu­ro – ent­spre­chend nah­men auch die So­li-zah­lun­gen zu. Die So­li-ein­nah­men fi­nan­zie­ren heu­te al­ler­dings längst nicht mehr nur Aus­ga­ben in den neu­en Län­dern. Im lau­fen­den Jahr flie­ßen von den ins­ge­samt gut 19 Mil­li­ar­den Eu­ro, die der Bund aus dem So­li­da­ri­täts­zu­schlag ein­nimmt, nur noch 3,6 Mil­li­ar­den Eu­ro über den So­li­dar­pakt II an die ost­deut­schen Län­der. Der So­li war 1991 mit der Be­grün­dung ein­ge­führt wor­den, den Auf­bau Ost in den neu­en Bun­des­län­dern zu fi­nan­zie­ren. Er be­trug an­fangs 7,5 Pro­zent der Ein­kom­men- und Kör­per­schaft­steu­er und liegt seit 1998 durch­ge­hend bei 5,5 Pro­zent.

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