Scholl-preis für in­haf­tier­ten tür­ki­schen Au­tor

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - KULTUR -

MÜN­CHEN (dpa) Der in­haf­tier­te tür­ki­sche Jour­na­list und Au­tor Ah­met Al­tan be­kommt den Ge­schwis­ter-scholl-preis. Er wird für sein Buch „Ich wer­de die Welt nie wie­der­se­hen. Tex­te aus dem Ge­fäng­nis“aus­ge­zeich­net, wie der Lan­des­ver­band Bay­ern im Bör­sen­ver­ein des Deut­schen Buch­han­dels mit­teil­te. „Ah­met Al­tans Tex­te zei­gen auf ei­ne ru­hi­ge, kla­re Wei­se, wie es im Au­gen­blick um die Tür­kei be­stellt ist“, so die Ju­ry. Al­tan, der als Kri­ti­ker von Prä­si­dent Er­do­gan gilt, war nach dem Putsch­ver­such in der Tür­kei 2016 ver­haf­tet wor­den. Al­tan wur­de im Fe­bru­ar 2018 we­gen an­geb­li­cher Ver­bin­dun­gen zur Gü­len-be­we­gung zu­nächst zu le­bens­lan­ger Haft ver­ur­teilt. Kürz­lich mil­der­te ein ho­hes tür­ki­sches Ge­richt die Haft­stra­fe auf fünf bis 15 Jah­re ab. Die tür­ki­sche Re­gie­rung macht die Be­we­gung des im Us-exil le­ben­den is­la­mi­schen Pre­di­gers Fe­thul­lah Gü­len für den Um­sturz­ver­such ver­ant­wort­lich.

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