Fun­kel will „kei­ne Se­kun­de mit Do­di mis­sen“

Am Frei­tag bei Her­tha BSC gibt es für Fortu­na Düs­sel­dorf ein Wie­der­se­hen mit Ex-stür­mer Lu­ke­bakio.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - SPORT - VON BERND JOLITZ

DÜS­SEL­DORF Ge­wöhn­lich dau­ert es meh­re­re Jah­re, bis ein Fuß­ball­pro­fi bei ei­nem Ver­ein wirk­lich Ein­druck hin­ter­lässt. Bis er so­weit Fuß ge­fasst hat, dass die Mit­spie­ler auch in der Öf­fent­lich­keit häu­fig über ihn spre­chen, dass er so­gar für ei­nen er­fah­re­nen Trai­ner mehr ist als ein ganz nor­ma­les Räd­chen im Mann­schafts­ge­fü­ge. Do­di Lu­ke­bakio hat da­für nur ein Jahr ge­braucht. So lan­ge trug der Bel­gi­er das Tri­kot von Fortu­na Düs­sel­dorf, und doch ste­hen ihm die al­ler­meis­ten Fans po­si­tiv ge­gen­über und freu­en sich auf das Wie­der­se­hen am Frei­tag, wenn Fortu­na ab 20.30 Uhr bei Lu­ke­baki­os neu­em Klub Her­tha BSC um Bun­des­li­ga-punk­te spielt.

„Ich freue mich zwar auf 99,9 Pro­zent mei­ner frü­he­ren Spie­ler, wenn ich spä­ter auf sie tref­fe“, sagt der Düs­sel­dor­fer Trai­ner Fried­helm Fun­kel. „Aber auf Do­di freue ich mich be­son­ders.“Nicht et­wa nur, weil der 22-Jäh­ri­ge mit sei­nen zehn Tref­fern – von de­nen die drei zum 3:3 beim FC Bay­ern be­son­ders in Er­in­ne­rung ge­blie­ben sind – maß­geb­lich zu Fortu­nas Klas­sen­er­halt bei­trug. Fun­kel in­ter­es­siert eher die mensch­li­che Sei­te. „Do­di ist ein­fach ein besonderer Typ“, er­klärt der 65-Jäh­ri­ge. „Na­tür­lich hat er tol­le Spie­le ge­macht, über die wir uns al­le ge­freut ha­ben, aber ich ha­be mich auch oft über ihn ge­är­gert. Aber wenn er dann ge­lä­chelt hat, dann war man nicht mehr sau­er.“

So ähn­lich ver­hält es sich auch bei der Mehr­zahl der Fans. Lu­ke­baki­os Lands­mann Be­ni­to Ra­man nah­men sie das Wech­sel­thea­ter vor sei­nem Ab­schied zu Schal­ke 04 rich­tig übel, Do­di trug nie­mand et­was nach. Und als er dann zum Sai­son­en­de ging, weil Fortu­na sich nicht an­satz­wei­se die 20 Mil­lio­nen Eu­ro Ab­lö­se leis­ten konn­te, die der aus­lei­hen­de FC Wat­ford für ihn auf­rief, da nahm man Lu­ke­bakio ab, als er mit Trä­nen in den Au­gen sag­te: „Ich wer­de nie ver­ges­sen, was Fortu­na für mich ge­tan hat, und die­sen Ver­ein für im­mer in mei­nem Her­zen tra­gen.“Fun­kel er­gänzt: „Es war ei­ne fan­tas­ti­sche Zeit mit Do­di. Ich möch­te kei­ne Se­kun­de mit ihm mis­sen.“

FO­TO: CH. WOLFF

Fried­helm Fun­kel (li.) und Do­di Lu­ke­bakio bei Fortu­na.

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