Ha­ki­mi schießt Dort­mund zum 2:0-Sieg in Prag

Der BVB hat viel Mü­he im ers­ten Aus­wärts­spiel der Cham­pi­ons Le­ague. Aber er bleibt in der Kö­nigs­klas­se oh­ne Ge­gen­tor.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - SPORT -

PRAG (dpa) Bo­rus­sia Dort­mund wank­te, fiel aber nicht. Die Mann­schaft von Lu­ci­en Fav­re hat dank Aus­hilfs­stür­mer Achraf Ha­ki­mi den Men­ta­li­täts-test auf der Cham­pi­ons-le­ague-büh­ne be­stan­den und nach un­ru­hi­gen Ta­gen wie­der ein Er­folgs­er­leb­nis ge­fei­ert. Der Fuß­ball-bun­des­li­gist sieg­te dank der zwei To­re von Ha­ki­mi bei Sla­via Prag am Mitt­woch 2:0 (1:0) und mach­te da­mit ei­nen wich­ti­gen Schritt in Rich­tung Ach­tel­fi­na­le. Mit vier Punk­ten kön­nen die West­fa­len nun ein we­nig ent­spann­ter zum Aus­wärts­spiel am drit­ten Spiel­tag bei In­ter Mai­land am 23. Ok­to­ber fah­ren.

Ha­ki­mi sorg­te mit sei­nen To­ren in der 39. und 89. Mi­nu­te vor 19.370 Zu­schau­ern im aus­ver­kauf­ten Si­no­bo Sta­di­on für den so wich­ti­gen Sieg in der an­spruchs­vol­len Grup­pe F. Und hin­ten stand für die Fav­re-elf trotz ei­ni­ger kniff­li­ger Sze­nen die Null, nach­dem der BVB zu­letzt zwei­mal ei­ne Füh­rung in der Bun­des­li­ga aus der Hand ge­ge­ben und je­weils nur 2:2 ge­spielt hat­te.

„Wir wa­ren nicht mit den Er­geb­nis­sen der letz­ten Wo­chen zu­frie­den. Wir wuss­ten, dass Prag sehr heim­stark ist. Wir ha­ben von der ers­ten bis zur letz­ten Mi­nu­te da­ge­gen ge­hal­ten. Wir hät­ten nur frü­her das zwei­te Tor ma­chen müs­sen“, sag­te Ka­pi­tän Mar­co Reus und hob die Wich­tig­keit der Zwei­kampf­stär­ke her­aus: „Erst da­nach kommt das Spie­le­ri­sche.“

Die Rück­kehr in den Er­folgs­mo­dus ge­stal­te­te sich aber nicht so ein­fach. Denn dem BVB fehl­ten Selbst­si­cher­heit und Lo­cker­heit im Spiel. So hat­ten die Dort­mun­der ei­ni­ge brenz­li­ge Si­tua­tio­nen zu über­ste­hen. Wie et­wa in der 21. Mi­nu­te, als Lu­kas Ma­so­pust nach fei­nem Pass von Ni­co­lae Stan­ciu frei durch war. Doch Schluss­mann Ro­man Bür­ki be­wahr­te die Schwarz-gel­ben vor ei­nem Rück­stand. Der Schwei­zer ließ sich auch bei ei­nem Frei­stoß von Stan­ciu, dem mit sechs Mil­lio­nen Eu­ro teu­ers­ten Sla­via-ein­kauf, nicht über­ra­schen (24.).

Fav­re hat­te im Ver­gleich zum Bre­men-spiel ei­ni­ge Än­de­run­gen vor­ge­nom­men. Ab­wehr­chef Mats Hum­mels kehr­te nach über­stan­de­ner Rü­cken­bles­sur zu­rück ins Team und brach­te mehr Sta­bi­li­tät. Auch Na­tio­nal­spie­ler Ju­li­an Brandt er­hielt ei­ne Chan­ce von Be­ginn an. Für Ma­rio Göt­ze war da­ge­gen kein Platz in der Start­elf. Da­zu be­or­der­te Fav­re den Au­ßen­ver­tei­di­ger Ha­ki­mi in die Of­fen­si­ve, was sich als klu­ger Schach­zug er­wies.

Denn Ha­ki­mi ge­hör­te zu den bes­ten Dort­mun­dern und sorg­te auch für die wich­ti­ge Füh­rung. Die zwei­te Halb­zeit be­gann wie die ers­te: Mit ei­ner Groß­chan­ce von San­cho. Der schnel­le En­g­län­der lief al­lein auf Ko­lar zu, leg­te sich dann aber den Ball zu weit vor und ver­tän­del­te so das mög­li­che 2:0 (47.). Erst nach dem zwei­ten Ha­ki­mi-tor kehr­te Ru­he ein.

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