Was Gast­ge­ber bei Airb­nb und Co. wis­sen müs­sen

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - IMMOBILIEN & GELD -

(tmn) Wäh­rend des Ur­laubs Geld ver­die­nen, in­dem man sei­ne Woh­nung oder ein Wg-zim­mer über das In­ter­net un­ter­ver­mie­tet: Mög­lich ist dies bei­spiels­wei­se über Por­ta­le wie Airb­nb. „Um so Geld zu ver­die­nen, be­nö­tigt man als Mie­ter die aus­drück­li­che Er­laub­nis des Ver­mie­ters zur mehr­ma­li­gen, kurz­zei­ti­gen Un­ter­ver­mie­tung“, er­klärt Fach­an­wäl­tin Bea­te Heil­mann. Wur­de die Er­laub­nis ein­ge­holt, dür­fen auch Mie­ter On­li­ne-gast­ge­ber wer­den. Doch Vor­sicht: Ei­ne all­ge­mei­ne Er­laub­nis zur Un­ter­ver­mie­tung gibt dem Mie­ter noch nicht das Recht, die Woh­nung näch­te­wei­se an Tou­ris­ten un­ter­zu­ver­mie­ten.

Ei­ne Un­ter­ver­mie­tung kann für Gast­ge­ber auch steu­er­li­che Kon­se­quen­zen ha­ben. Das gilt je­den­falls, wenn sie steu­er­pflich­ti­ge Ein­künf­te er­zie­len. Grund­sätz­lich sind Per­so­nen steu­er­pflich­tig, die im ge­sam­ten Jahr ein Ein­kom­men er­zie­len, das über dem Gr­und­frei­be­trag liegt. Die­ser liegt ak­tu­ell bei 9168 Eu­ro. Auch Ein­künf­te, die man über ei­ne Un­ter­ver­mie­tung ge­ne­riert, fal­len dar­un­ter.

Was hin­ter dem Kon­zept Airb­nb steckt, ver­rät der aus­ge­schrie­be­ne Na­me: „Air­bed and Bre­ak­fast“, über­setzt „Luft­ma­trat­ze und Früh­stück“. Bie­ten Gast­ge­ber ne­ben der Über­nach­tung kos­ten­pflich­ti­ge Zu­satz­leis­tun­gen wie Früh­stück oder Abend­es­sen an, er­zie­len sie ge­werb­li­che Ein­künf­te. Und die­se müs­sen an­ders ver­steu­ert wer­den.

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