Deut­sche Tur­ne­rin­nen lö­sen Olym­pia-ti­cket bei Heim-wm

Das Team schafft in Stutt­gart die Qua­li­fi­ka­ti­on für To­kio. Da­zu ste­hen Eli­sa­beth Seitz und Sa­rah Voss im Mehr­kampf-fi­na­le und in je­weils ei­nem Ge­rä­te-fi­na­le.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - SPORT -

STUTT­GART (dpa) Die Freu­de über die Olym­pia-ti­ckets für To­kio war den deut­schen Tur­ne­rin­nen deut­lich an­zu­mer­ken. Strah­lend prä­sen­tier­te sich das Quin­tett um Top-tur­ne­rin Eli­sa­beth Seitz am Sonn­tag im Team-ho­tel ne­ben der Schley­er-hal­le. „Tic Tac To­kyo“– mit zahl­rei­chen Fo­tos auf Face­book, Ins­ta­gram und Co. fei­er­ten die Ath­le­tin­nen ih­re Qua­li­fi­ka­ti­on für die Olym­pi­schen Spie­le 2020 tags zu­vor bei der Heim-wm. „Ge­schafft!“, schrieb der Deut­sche Tur­ner-bund (DTB) in den so­zia­len Me­di­en.

„Es ist über­aus wich­tig und er­freu­lich, dass wir die­ses Haupt­ziel er­reicht ha­ben“, be­ton­te DTB-PRÄ­si­dent Al­fons Hölzl. Auch Ul­la Koch war er­leich­tert: „In der Nacht vor­her war ich su­per auf­ge­regt. Jetzt sind uns wirk­lich St­ei­ne vom Her­zen ge­fal­len, dass wir die Olym­pia-qua­li­fi­ka­ti­on ge­packt ha­ben“, sag­te die Bun­des­trai­ne­rin, die ih­re Mäd­chen schon zum vier­ten Mal zu Olym­pi­schen Spie­len führ­te. „Die Vor­freu­de ist schon jetzt da.“

Dass das Quin­tett mit Seitz, der deut­schen Mehr­kampf-meis­te­rin von Berlin, die Dor­ma­ge­ne­rin Sa­rah Voss, so­wie Kim Bui, Eme­lie Petz und Pau­li­ne Schä­fer auf Platz neun haar­scharf am Ein­zug ins Team-fi­na­le am Di­ens­tag vor­bei­schramm­te, war nicht mehr als ein Wer­muts­trop­fen. Zu Ita­li­en auf Platz acht fehl­te den Wm-gast­ge­be­rin­nen mit 161,897 Punk­ten die Win­zig­keit von 34 Tau­sends­teln (0,034 Punk­te).

Koch hat­te schon ge­ahnt, dass die Leis­tung in der Qua­li­fi­ka­ti­on wohl nicht ganz rei­chen wür­de, um ins Team-fi­na­le zu kom­men. „Ich ha­be un­se­re Feh­ler ja so­fort ge­se­hen“, be­ton­te sie. Dass es am En­de so knapp war, ist laut Seitz „ein we­nig scha­de, weil wir uns gern mit dem gan­zen Team noch­mal prä­sen­tiert“hät­ten. „Es war ja denk­bar knapp. Aber die vier Fi­nal-teil­nah­men von Eli und Sa­rah wie­gen das wie­der auf. Des­we­gen ha­be ich zwei la­chen­de Au­gen“, so die Trai­ne­rin.

Denn die Stutt­gar­te­rin Seitz, die in der Ein­zel­wer­tung Platz zehn be­leg­te, und die Köl­ne­rin Voss (14.) er­reich­ten die Mehr­kampf-fi­nals der bes­ten 24 Tur­ne­rin­nen am Don­ners­tag (16 Uhr). Die 25 Jah­re al­te Seitz zog zu­dem als Viert­bes­te (14,800 Punk­te) ins Ge­rä­te­fi­na­le am Stu­fen­bar­ren (Sams­tag) ein und darf dort so­gar auf ei­ne Me­dail­le hof­fen. 2018 bei der WM in Doha hat­te die Sport­sol­da­tin be­reits Bron­ze ge­won­nen.

Auch Voss hat ei­ne wei­te­re Chan­ce an ih­rem Pa­ra­de­ge­rät. Als Sechs­te der nach Na­tio­nen be­rei­nig­ten Lis­te (nur zwei Tur­ne­rin­nen pro Land dür­fen im Ge­rä­te­fi­na­le star­ten) er­reich­te sie mit 13,600 Punk­ten das Fi­na­le am Schwe­be­bal­ken. Die 19 Jah­re al­te Bwl-stu­den­tin fie­bert dem Bal­ken-fi­na­le ent­ge­gen, es ist ihr ers­ter Kampf um ei­ne WM-ME­dail­le. „Ich will mit ei­nem po­si­ti­ven Ge­fühl und Selbst­ver­trau­en in das Fi­na­le ge­hen“, sag­te sie.

FOTO: AP

Die Dor­ma­ge­ne­rin Sa­rah Voss bei der WM.

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