Nach der ers­ten Hälf­te schon ver­lo­ren

Fortu­nas Re­gio­nal­li­ga-fuß­bal­ler un­ter­lie­gen in Rö­ding­hau­sen mit 1:3. De­fen­siv fehlt ei­ni­ges.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF­ER SPORT - VON TO­BI­AS DINKELBORG

Das letz­te Fünk­chen Hoff­nung lo­dert nur noch sehr schwach. Und als der Ball im ho­hen Bo­gen über das Tor fliegt, er­lischt es ganz. Na­der El-jin­daoui hät­te noch ein­mal als Brand­be­schleu­ni­ger tau­gen kön­nen, doch er schei­tert. Der 22-Jäh­ri­ge schlägt sei­ne Hän­de vor dem Kopf zu­sam­men, Shinta Ap­pel­kamp und Lex-ty­ger Lo­bin­ger spre­chen ihm Mut zu. Die Chan­ce, noch­mal für ei­ne rich­tig hei­ße Schluss­pha­se zu sor­gen, ist da­hin. Weil El-jin­daoui den Hand­elf­me­ter, den Fortu­nas Re­gio­nal­li­ga-fuß­bal­ler zehn Mi­nu­ten vor dem En­de der Par­tie beim SV Rö­ding­hau­sen zu­ge­spro­chen be­kom­men, kläg­lich ver­gibt. Es bleibt beim 1:3, die Nie­der­la­ge ge­gen den Spit­zen­rei­ter ist be­sie­gelt.

Trai­ner Ni­co Micha­ty ha­der­te in der Nach­be­trach­tung mit der aus­ge­las­se­nen Mög­lich­keit, die even­tu­ell ei­ne Weg­mar­ke für den nicht mehr für mög­lich ge­hal­te­nen Aus­gleich hät­te sein kön­nen. „In die­ser Si­tua­ti­on muss man den Elf­me­ter rein­ma­chen“, sag­te der Coach. „Dann wä­re das Mo­men­tum auf un­se­rer Sei­te ge­we­sen.“Den­noch nahm er El-jin­daoui auch in Schutz. „Selbst in der Bun­des­li­ga wer­den je­des Wo­che­n­en­de Elf­me­ter ver­schos­sen, das macht ja nie­mand ab­sicht­lich.“Ge­wiss, und so blieb Micha­ty nur ei­ne Fest­stel­lung: „Wir ha­ben das Spiel in der ers­ten Hälf­te ver­lo­ren.“

Zwei Fak­to­ren führ­ten da­zu. Auf der ei­nen Sei­te ein nach­läs­si­ges De­fen­siv­ver­hal­ten mit vie­len ver­meid­ba­ren Feh­lern und ei­ner man­geln­den Ab­stim­mung, auf der an­de­ren Sei­te ein ge­ra­de­zu le­thar­gi­sches, schüch­ter­nes Zwei­kampf­ver­hal­ten. „Rö­ding­hau­sen hat uns mit sei­ner phy­si­schen Wucht den Schneid ab­ge­kauft“, sag­te Coach Micha­ty. Doch mehr noch, der Li­ga­pri­mus hat­te die Flin­ger­ner näm­lich auch tak­tisch dort zu pa­cken be­kom­men, wo es enorm weht­at. Dass die „Zwo­te“zwi­schen den Mann­schafts­tei­len gro­ße Lü­cken klaf­fen ließ und ge­fähr­li­che Räu­me frei­gab, ver­ein­fach­te den Rö­ding­hau­se­nern das Le­ben.

Sinn­bild­lich zum Vor­schein kam das beim drit­ten Ge­gen­tref­fer kurz vor der Pau­se. Die Micha­ty-elf press­te früh, stell­te im Mit­tel­feld aber nicht den nö­ti­gen An­schluss her. Nach­dem Lu­kas Kun­ze mit ei­ner klei­nen Kör­per­täu­schung gleich vier Flin­ger­ner aus dem Spiel ge­nom­men hat­te, tat sich vor ihm des­halb je­de Men­ge Frei­raum auf – und am En­de ei­nes ta­del­lo­sen An­griffs zap­pel­te der Ball im Netz. Auch die ers­ten bei­den To­re wa­ren sym­pto­ma­tisch. Zu­erst ver­lor Jos­hua Laws die Ku­gel ge­fähr­lich nah am Straf­raum, spä­ter be­haup­te­te sich Fynn Ar­ken­berg vor dem Kas­ten der Flin­ger­ner und nick­te nach ei­ner Flan­ke ein.

Im­mer­hin leg­te die „Zwo­te“im zwei­ten Spiel­ab­schnitt den Schal­ter um, war fort­an auch kör­per­lich prä­sent, traf durch Ke­vin Ha­ge­mann und dik­tier­te teil­wei­se so­gar das Ge­sche­hen – auch weil Rö­ding­hau­sen das ei­ge­ne En­ga­ge­ment re­du­zier­te. Das räch­te sich nicht, da Na­der El-jin­daoui die Chan­ce ver­pass­te, noch ein­mal ei­ne rich­tig hei­ße Schluss­pha­se ein­zu­läu­ten.

FOTO: FUPA/NOAH WEDEL

Zu­min­dest in die­sem Zwei­kampf der Sie­ger: Fortu­na-an­grei­fer Max Weg­ner (links) ge­gen Rö­ding­hau­sens An­ge­lo Lan­ger.

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