ART Gi­ants im­po­nie­ren mit ei­nem Of­fen­siv­feu­er­werk

Der Auf­stei­ger in die 2. Bun­des­li­ga Pro B bleibt auch nach dem drit­ten Spiel­tag un­ge­schla­gen. Über­ra­gen­der Spie­ler ist Sebastian Kehr.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF­ER SPORT - VON CHRIS­TI­NE LESKA-OTTENSMANN

Die Bas­ket­bal­ler der ART Gi­ants sind auch in der 2. Bun­des­li­ga Pro B nicht auf­zu­hal­ten. Mit dem 82:74 (40:28)-Heim­er­folg über die VFL Spar­kas­sens­tars Bochum fei­er­ten sie vor rund 450 Zu­schau­ern ih­ren drit­ten Sieg im drit­ten Spiel und über­nah­men vor­über­ge­hend so­gar die Ta­bel­len­spit­ze.

„Wenn mir je­mand die­ses Sze­na­rio vor dem Sai­son­start an­ge­bo­ten hät­te, hät­te ich das so­fort un­ter­schrie­ben. Wir sind je­den­falls sehr froh, dass uns solch ein tol­ler Start in die neue Li­ga ge­lun­gen ist. Es ist das Er­geb­nis un­se­rer har­ten und kon­zen­trier­ten Ar­beit“, sag­te Trai­ner Jo­nas Jön­ke freu­de­strah­lend.

Ge­gen die Bochu­mer star­te­ten die Gast­ge­ber gut. „Un­se­re De­fen­si­ve hat gut ge­ar­bei­tet, aber das Re­boun­ding hat mir nicht ge­fal­len. Da ha­ben wir im­mer wie­der zwei­te Chan­cen des Geg­ners zu­ge­las­sen“, mo­nier­te der Coach. An­ge­führt von Spiel­ma­cher Bra­dy Ro­se be­en­de­ten die ART Gi­ants den ers­ten Ab­schnitt mit 18:18. Da­nach ver­tei­dig­ten sie we­sent­lich bes­ser, im Re­boun­ding be­hiel­ten sie nun die Ober­hand. „Als Team ha­ben wir echt gut ge­spielt und vor­ne im­mer wie­der gu­te Ab­schlüs­se ge­fun­den“, merk­te Jön­ke an. Die Bochu­mer ver­zwei­fel­ten, ih­nen ge­lan­gen bis zur Pau­se nur noch zehn Pünkt­chen.

Nach dem Sei­ten­wech­sel kon­trol­lier­ten die Haus­her­ren das Ge­sche­hen und mar­schier­ten An­fang des letz­ten Vier­tels bis auf 18 Punk­te da­von (67:49). Das Of­fen­siv­feu­er­werk läu­te­te da­bei Sebastian („Bei­ßer“) Kehr ein. Der Cen­ter ver­wan­del­te ei­nen Drei­er, setz­te sich un­ter dem Korb durch und traf auch noch zwei Frei­wür­fe. Ins­ge­samt kam er auf 17 Zäh­ler, dar­un­ter drei Dis­tanz­wür­fe.

„So vie­le Drei­er hat der Bei­ßer noch nie in ei­nem Spiel ge­trof­fen. Man sieht, dass er ein sehr, sehr gro­ßes Selbst­be­wusst­sein hat. Of­fen­siv hat er ein su­per Spiel ab­ge­lie­fert, auch in der De­fen­si­ve hat er wie­der ei­nen su­per Job ge­macht“, lob­te Jön­ke. Ei­ne Par­al­le­le mit Fortu­na-ur­ge­stein Andre­as „Lum­pi“Lam­bertz kann man bei Kehr schon zie­hen. „Man muss Se­bas­ti­ans Ent­wick­lung se­hen: Er ist mit die­sem Ver­ein groß ge­wor­den, seit der Oberliga hat er ver­schie­de­ne Klas­sen durch­lau­fen. Mit sei­nen 28 Jah­ren spielt er jetzt so hoch wie noch nie.“Dar­an kön­nen sich laut Jöhn­ke an­de­re Jungs ein Bei­spiel neh­men. „Vie­le wol­len un­be­dingt schon in frü­hen Jah­ren zu ei­nem hö­her­klas­si­gen Ver­ein wech­seln. Für Sebastian kam ein Wech­sel nie in Fra­ge.“Sebastian Kehr ha­be den rich­ti­gen Weg ge­wählt, sei dem Ver­ein im­mer treu ge­blie­ben. „Er hat­te so ge­nü­gend Zeit, sich zu ent­wi­ckeln“, sagt sein Coach schwär­me­risch.

Ne­ben Kehr ge­fie­len er­neut Bra­dy Ro­se und Fa­ton Je­tul­lahi. „Bra­dy führt das Team, hält die Jungs zu­sam­men, war Top­s­corer und Top-as­sist­ge­ber. Er ist erst seit drei Wo­chen hier, macht aber ei­nen über­ra­gen­den Job“, be­ton­te Jön­ke. „Brad und Fa­ton – das ist ei­ne su­per Kom­bi­na­ti­on auf der Guard-po­si­ti­on.“

Auch die an­de­ren Mit­spie­ler er­füll­ten ih­re Rol­len sehr gut. Zu­sam­men über­stan­den die Düs­sel­dor­fer auch ei­ne kri­ti­sche Pha­se, als der Geg­ner im letz­ten Vier­tel den Rück­stand auf sie­ben Punk­te ver­kürz­te. Mit ver­ein­ten Kräf­ten konn­ten sie aber die Auf­hol­jagd der Bochu­mer stop­pen.

ART Gi­ants: Ro­se 18, Kehr 17, Je­tul­lahi 13, Zvink­lys 12, Wil­kins 6, Möl­ler 6, Lol­lis Jr. 5, Schild 5, Gid­dens, Agya­pong, Helm­hold, Lie­bert.

BENEFOTO

Kehr (34) und Zvink­lys (13) vor dem Bochu­mer Korb.

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