Nicht nur Weh­lei­dig­keit

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF - [email protected]­ni­sche-post.de

Die Düs­sel­dor­fer Ver­ant­wort­li­chen ge­ben sich op­ti­mis­tisch, dass der Aus­bau des Ret­tungs­diensts zu be­wäl­ti­gen ist. An­de­re Kom­mu­nen be­fürch­ten be­reits, dass sie nicht ge­nug Per­so­nal fin­den. Als ein Grund wird im­mer wie­der ge­nannt, dass die Men­schen auch mit leich­te­ren Be­schwer­den die 112 wäh­len oder in ei­ne Not­fall­pra­xis oder Not­auf­nah­me ge­hen.

Es wä­re zu ein­fach, das auf zu­neh­men­de Weh­lei­dig­keit zu schie­ben: Die Haus­ärz­te be­kla­gen Nach­wuchs­sor­gen, bei Fach­ärz­ten dau­ert es teil­wei­se Mo­na­te bis zum Ter­min. Und in den Kli­ni­ken ist der Spar­druck zu spü­ren. Of­fen­bar füh­len sich vie­le Men­schen ver­lo­ren mit ih­ren Sor­gen. Ein bes­se­res Leit­sys­tem, wie es auf Bun­des­ebe­ne be­spro­chen wird, ist ein viel­ver­spre­chen­der Vor­schlag. Es lohnt aber, ge­nau­er hin­zu­schau­en, was den Be­trof­fe­nen wirk­lich fehlt – auch, da­mit die Notdienste die Zeit für ech­te Not­fäl­le ha­ben.

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