Asahi Kasei freut sich auf neue Eu­ro­pa-zen­tra­le

Das ja­pa­ni­sche Un­ter­neh­men zieht ins Ge­bäu­de C-view auf dem Are­al der al­ten Pa­pier­fa­brik. Da­für wur­de nun der Grund­stein ge­legt.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF­ER WIRTSCHAFT - VON NI­CO­LE LAN­GE

Ver­tre­ter des ja­pa­ni­schen Che­mie­kon­zerns Asahi Kasei ha­ben am Mon­tag das Are­al der al­ten Pa­pier­fa­brik im Ha­fen be­sucht, auf dem ih­re künf­ti­ge Eu­ro­pa-zen­tra­le ent­steht. Zu­sam­men mit Ver­tre­tern des Ver­mie­ters Ri­al­to Ca­pi­tal und Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel leg­te der aus To­kio an­ge­reis­te Prä­si­dent Hi­de­ki Ko­bo­ri den Grund­stein für das Bü­ro­ge­bäu­de C-view-of­fices, in das das Un­ter­neh­men im kom­men­den Jahr ein­zie­hen will. „Ich freue mich sehr, dass Asahi Kasei Eu­ro­pe zur Ver­wand­lung die­ses al­ten In­dus­trie­ge­län­des in ei­nen leb­haf­ten Bü­ro­stand­ort bei­trägt“, er­klär­te Ko­bo­ri.

2016 hat­te sein Un­ter­neh­men be­reits Bü­ros in Düs­sel­dorf am See­stern an­ge­mie­tet. Ziel sei es da­mals ge­we­sen, der eu­ro­päi­schen Au­to­mo­bil- und Ener­gie­in­dus­trie die von Asahi Kasei her­ge­stell­ten Pro­duk­te nä­her­zu­brin­gen, die bei­spiels­wei­se für die The­men Elek­tro­mo­bi­li­tät oder Was­ser­stoff­ge­sell­schaft ei­ne Rol­le spie­len könn­ten. Im Ok­to­ber 2017 wur­de zu­dem auch ein For­schungs­zen­trum in Dor­ma­gen ent­wi­ckelt. Im C-view wer­den künf­tig die Ak­ti­vi­tä­ten bei­der Stand­or­te ge­bün­delt.

„Düs­sel­dorf bie­tet bei­spiels­wei­se mit sei­ner Nä­he zum Flug­ha­fen und der dich­ten An­sied­lung von Uni­ver­si­tä­ten und For­schungs­ein­rich­tun­gen in un­mit­tel­ba­rer Um­ge­bung ei­ne her­vor­ra­gen­de In­fra­struk­tur für Un­ter­neh­men“, sag­te Ko­bo­rio wei­ter. Zu­dem be­ein­dru­cken ihn der na­he Me­di­en­ha­fen und des­sen Be­deu­tung für die Start-up-sze­ne in der Stadt. „Das macht den Stand­ort Düs­sel­dorf für Asahi Kasei als in­no­va­ti­ons­ge­trie­be­nes Un­ter­neh­men noch at­trak­ti­ver.“

Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel nann­te Asahi Kasei ein „her­aus­ra­gen­des Bei­spiel“da­für, wie er­folg­reich sich auch die Ge­schäfts­ak­ti­vi­tä­ten von frisch in Düs­sel­dorf an­ge­sie­del­ten Un­ter­neh­men ent­wi­ckel­ten. Die Fir­ma ha­be sich schnell auch zu ei­nem en­ga­gier­ten Play­er in der Stadt ent­wi­ckelt, un­ter­stützt heu­te bei­spiels­wei­se die Fortu­na eben­so wie die Sport­stadt Düs­sel­dorf. Auch ein Judo-camp rich­tet Asahi Kasei re­gel­mä­ßig aus.

Das Bau-are­al an der Frings­stra­ße hat ei­ne be­weg­te Vor­ge­schich­te. Be­reits 2015 hat­te Ri­al­to Ca­pi­tal das Grund­stück am Ha­fen­be­cken C (des­halb C-view) ge­kauft und ei­gent­lich Tei­le des 100 Jah­re al­ten Fa­b­rik­ge­bäu­des er­hal­ten wol­len. Nach ei­nem Brand muss­te es aber doch ab­ge­ris­sen wer­den. Über Jah­re war die leer­ste­hen­de Pa­pier­fa­brik zu­dem ein ver­bo­te­nes Aus­flugs­ziel für Ju­gend­li­che. Rund 15.000 Eu­ro mo­nat­lich in­ves­tier­te Ri­al­to-ca­pi­tal-chef Mar­cus Mer­tens vor dem Start der Ab­riss­ar­bei­ten in die Si­che­rung des Ge­bäu­des mit Stahl­plat­ten vor den Öff­nun­gen und ei­nen Wach­dienst. „Man kann kaum glau­ben, dass hier vor ei­nem Jahr noch ei­ne zer­fal­le­ne Fa­b­rik ge­stan­den hat“, sag­te Mer­tens nun bei der Grund­stein­le­gung an­ge­sichts des 27.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Bau­grund­stücks.

In ei­nem Jahr soll der Neu­bau fer­tig sein, der vom Düs­sel­dor­fer Ar­chi­tek­tur­bü­ro Gree­en Ar­chi­tects ent­wor­fen wur­de und über gro­ße mar­kan­te Ter­ras­sen­flä­chen ver­fügt. Des­sen ge­schäfts­füh­ren­der Ge­sell­schaf­ter Marc Böhn­ke be­ton­te, das hier ent­ste­hen­de Ob­jekt sol­le zum „Ka­ta­ly­sa­tor ei­ner po­si­ti­ven Stadt­ent­wick­lung“wer­den. Die Ar­chi­tek­tur greift die Nä­he zum Ha­fen­be­cken als The­ma auf und ist an­ge­lehnt an Boo­te, die hier vor An­ker lie­gen. Zu­dem soll­te mög­lichst viel Fas­sa­de mit Blick zum Was­ser ge­schaf­fen wer­den. Das fer­ti­ge Ob­jekt wird über rund 4679 Qua­drat­me­ter Bü­ro- und Ge­wer­be­flä­chen ver­fü­gen. Die Fer­tig­stel­lung ist für Ok­to­ber 2020 ge­plant, noch im glei­chen Jahr soll der neue Mie­ter dort auch ein­zie­hen kön­nen.

ANI­MA­TIO­NEN (2): GREE­EN AR­CHI­TECTS

Hier ist die Nä­he zum Ha­fen­be­cken sicht­bar. Hin­ter dem Are­al ver­lau­fen die Frings­stra­ße und die Bahn­glei­se ins Links­rhei­ni­sche.

RP-FO­TO: NI­CO­LE LAN­GE

Marc Böhn­ke (v.l.), Mar­cus Mer­tens, Hi­de­ki Ko­bo­ri, Hi­de­ki Tsuts­u­mi, Tor­ben Fuhr­mann und Lu­cas Mer­tens bei der Grund­stein­le­gung

Die C-view-of­fices wer­den über Ter­ras­sen­flä­chen zum Was­ser ver­fü­gen.

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