Ak­tio­nis­mus

Ci­ty-maut

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF­ER WIRTSCHAFT - Si­grid Hansen

Ich bin klar und ein­deu­tig ge­gen ei­ne Ci­ty-maut. Die­ser blin­de Ak­tio­nis­mus, der im Au­gen­blick nicht nur, aber auch Herrn Gei­sel er­fasst hat, ist un­er­träg­lich. Ich hat­te bis­lang ei­gent­lich die Er­fah­rung ge­macht, dass Ju­ris­ten ein biss­chen vor­aus­schau­end und ana­ly­tisch den­ken, be­vor sie zu Schnell­schüs­sen an­set­zen. Of­fen­bar ist das bei un­se­rem Ober­bür­ger­meis­ter an­ders. Was soll ei­ne Ci­ty-maut? Was ist in der In­nen­stadt so furcht­bar in­ter­es­sant, dass ei­ne Maut ge­recht­fer­tigt wä­re? Das Um­land freut sich rie­sig, wenn Düs­sel­dor­fer nach Kre­feld, Neuss, Meer­busch, Köln oder Ven­lo und Maas­tricht ab­wan­dern. Ich wun­de­re mich nicht, dass die Kam­mern und Ver­bän­de und Ver­tre­ter der Ge­schäf­te ge­gen ei­ne Ci­ty-maut sind, ich ha­be mich nur ge­wun­dert, dass aus­ge­rech­net die Ver­tre­ter der Kö-händ­ler ei­nem Ab­bau der Par­klät­ze in Längs­rich­tung zu­guns­ten ei­nes wei­te­ren Rad­we­ges zu­stim­men wol­len. Die Rad­fah­rer sind mit Si­cher­heit nicht die Kun­den der Kö-händ­ler. Die­se las­sen sich dann chauf­fie­ren, und wenn kein Park­platz da ist, krei­sen die Fah­rer so lan­ge und ver­pes­ten die Luft, bis sie wie­der ver­langt wer­den. Das ist doch si­cher ei­ne sehr sinn­vol­le Lö­sung.

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