Das här­tes­te Hob­by

Wer Schwimmen als Leis­tungs­sport­macht, trai­niert so viel und in­ten­siv, dass­man­che dem­druck nicht stand­hal­ten. Doch Er­folg ist da ür um­so wert­vol­ler.

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - TEXTHELDEN - VON LEAWEBER, 8A, GE­SAMT­SCHU­LE UERDINGEN

Die Grund­la­gen des Schwim­mens soll­te je­der be­herr­schen. Ei­ni­ge durch­lau­fen die Schwimm-grund­kur­se im­brei­ten­sport, um­zum­bei­spiel Schwimm­ab­zei­chen wie Bron­ze, Sil­ber oder Gold zu er­gat­tern. An­de­re stel­len­viel­leicht fest, dass­der Schwimm­sport für sie mehr ist als nur ei­ne Über­le­bens­tech­nik, und ent­schei­den sich für das Leis­tungs­schwim­men.

Das er­for­dert viel Dis­zi­plin und Be­geis­te­rung für den Sport. Den Schwim­mern­wird­so­wohl kör­per­lich als auch psy­chisch viel ab­ver­langt. Bis zu zehn Mal in der­wo­che kann Trai­ning statt­fin­den, auch vor der Schu­le. Da­bei wird von je­dem Ein­zel­nen Mo­ti­va­ti­on, Kon­zen­tra­ti­on un­d­ehr­geiz er­war­tet. Wer Leis­tungs­schwim­men als­hob­by­macht, muss in der La­ge sein, ho­he kör­per­li­che An­stren­gung zu er­brin­gen, und auch den­wil­len ha­ben, sei­ne Zie­le zu er­rei­chen. Wer in die­sem­sport kei­nen Kampf­geist be­sitzt, hat kei­ne gro­ßen Chan­cen auf Er­fol­ge.

Vie­le kön­nen mit dem Druck, der auf ih­nen las­tet, nicht um­ge­hen. Bei je­der ein­zel­nen Trai­nings­ein­heit wird Höchst­leis­tung er­war­tet, bei den­wett­be­wer­ben erst recht. Wenn man dem­druck, Leis­tung zu er­brin­gen, und den ei­ge­nen Er­war­tun­gen nicht ge­recht­wird, kann dies­men­tal sehr stark be­las­tend sein. Der­drang, im­mer bes­ser zu wer­den, und der Wunsch, schnel­ler zu sein als die an­de­ren, ist ei­ne ho­he Be­las­tung für vie­le.

Das har­te Trai­ning zahlt sich aber aus. Bei di­ver­sen­wett­kämp­fen wer­den die Schwimm­leis­tun­gen je­des Ein­zel­nen of­fi­zi­ell beim Deut­schen Schwimm-ver­band e. V. (DSV) ge­spei­chert. Be­son­de­re Wett­kämp­fe, für die ein Schwim­mer sich nur über Pflicht­zei­ten­qua­li­fi­zie­ren­kann, sind un­ter an­de­rem­die­ver­bands-, NRWo­der di­edeut­schen Jahr­gangs-meis­ter­schaf­ten. Anih­nen­t­eil­zu­neh­men, bringt nicht nur Ruhm und Eh­re, son­dern auch gro­ße Freu­de.

Ne­ben den nor­ma­len Trai­nings­ein­hei­ten fin­den au­ßer­de­mein oder meh­re­re­trai­nings­la­ger im­jahr statt, in­de­nen­man­nochin­di­vi­du­el­ler­und här­ter trai­niert. Der­ur­laub­wird al­so zum Teil auch mit dem Sport ver­bracht. Vie­le Ver­ei­ne fah­ren in den Fe­ri­en so­gar in an­de­re Län­der, um dort das Trai­ning für rund zwei­wo­chen fort­zu­set­zen.

Durch­das vie­le­trai­ning kann­man gro­ße Zie­le er­rei­chen wie die Teil­nah­me an den deut­schen oder auch in­ter­na­tio­na­len Meis­ter­schaf­ten. Doch man muss den Sport schon wirk­lich lie­ben, um­das zu schaf­fen.

FO­TO: SOLISIMAGE­S/STOCK.ADOBE.COM

Beim­schwim­men führt viel Trai­ning zu­mer­folg.

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