Flug ver­spä­tet: Ent­schä­di­gung für Ge­samt­stre­cke

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - REISE & ERHOLUNG -

HAN­NO­VER (dpa) Bei der Ent­schä­di­gungs­hö­he für ver­spä­te­te Flü­ge zählt die Ent­fer­nung zwi­schen Start und Ziel der ge­sam­ten Flug­rei­se. Bei Ver­bin­dun­gen mit An­schluss­flü­gen sei dar­un­ter die Dis­tanz zwi­schen ers­tem Ab­flug­ort und Ziel­ort zu ver­ste­hen, ent­schied das Land­ge­richt Han­no­ver (Az.: 5 S 107/18). Es ist al­so un­er­heb­lich, ob ei­ner der Flü­ge pünkt­lich­war – so­fern der Pas­sa­gier er­heb­lich ver­spä­tet sein End­ziel er­reicht. Über das Ur­teil be­rich­tet die Zeit­schrift „Reiserecht ak­tu­ell“(Aus­ga­be 4/2019). In dem ver­han­del­ten Fall wur­de dem Klä­ger statt 250 Eu­ro ei­ne Aus­gleichs­zah­lung von 600 Eu­ro zu­ge­spro­chen – und da­mit ein Ur­teil des Amts­ge­richts auf­ge­ho­ben. Der­mann­war mit­um­stei­gen von Schang­hai nach Han­no­ver ge­flo­gen und mit gro­ßer Ver­spä­tung am Ziel an­ge­kom­men. Die aus zwei Flü­gen be­ste­hen­de Flug­rei­se sei­wie­ein­di­rekt­flug hin­sicht­lich der Ent­fer­nung zu be­wer­ten, so das Land­ge­richt.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.