Tod von Varn­ha­gen

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - DÜSSELDORF -

(tber) Am 10. Ok­to­ber 1858 stirbt in Ber­lin der Pu­bli­zist, Chro­nist und Di­plo­mat Karl Au­gust Varn­ha­gen (von En­se). Er hin­ter­lässt ein um­fang­rei­ches Pri­vat­ar­chiv mit Brie­fen, Tex­ten, Zeit­do­ku­men­ten, von dem ein Teil als Nach­lass zum Be­stand des Hein­rich-hei­ne-in­sti­tuts ge­hört. 1785 wird Varn­ha­gen in Düsseldorf ge­bo­ren, er lernt früh po­li­ti­sche Strö­mun­gen ken­nen. 1803 bricht Varn­ha­gen ein Me­di­zin­stu­di­um in Ber­lin ab, ar­bei­tet als Haus­leh­rer in bür­ger­li­chen jü­di­schen Fa­mi­li­en und stu­diert 1806 in Hal­le. Varn­ha­gen star­tet mit Freun­den „li­te­ra­ri­sche Un­ter­neh­mun­gen“. Er nimmt an den Be­frei­ungs­krie­gen ge­gen Na­po­lé­on teil und ist preu­ßi­scher Di­plo­mat beim Wie­ner Kon­gress. 1814 hei­ra­tet er die jü­di­sche Schrift­stel­le­rin Ra­hel Le­vin (1771 bis 1833). 1815 wird er preu­ßi­scher Ge­sand­ter in Karls­ru­he, 1919 aber in Ru­he­stand ver­setzt – we­gen sei­ner „de­mo­kra­ti­schen Ge­sin­nung“. Er gibt Tex­te aus Brie­fen und Ta­ge­buch­auf­zeich­nun­gen her­aus. Tau­sen­de Kor­re­spon­den­zen, Schen­kun­gen oder Kauf von Ori­gi­nal­schrif­ten bil­den die „Samm­lung Varn­ha­gen“.

FO­TO: VARN­HA­GEN-GE­SELL­SCHAFT

Der Pu­bli­zist Karl Au­gust Varn­ha­gen

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.