At­ten­tä­ter von Hal­le ge­steht an­ti­se­mi­ti­sches Mo­tiv

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - VORDERSEIT­E -

KARLS­RU­HE (dpa/mar) Nach dem Ter­ror­an­schlag von Hal­le hat der 27-jäh­ri­ge Ste­phan B. die Blut­tat ge­stan­den und ein rechts­ex­tre­mis­ti­sches, an­ti­se­mi­ti­sches Mo­tiv be­stä­tigt. Der Mann ha­be am Don­ners­tag­abend meh­re­re St­un­den beim Er­mitt­lungs­rich­ter des Bun­des­ge­richts­hofs aus­ge­sagt, sag­te ein Spre­cher der Bun­des­an­walt­schaft. Der Tä­ter sitzt in Un­ter­su­chungs­haft. Der Haft­be­fehl legt ihm zwei­fa­chen Mord und sie­ben­fa­chen Mord­ver­such zur Last. Nach Ein­schät­zung der Er­mitt­ler woll­te er ein Mas­sa­ker an­rich­ten und Nach­ah­mer zu ähn­li­chen Ta­ten an­stif­ten.

Die De­bat­te über Kon­se­quen­zen aus der Tat läuft auf Hoch­tou­ren – auch über Deutsch­land hin­aus. Die Eu-kom­mis­si­on rief al­le Mit­glied­staa­ten auf, Sy­nago­gen und an­de­re jü­di­sche Ein­rich­tun­gen aus­rei­chend zu schüt­zen. Cdu-che­fin An­ne­gret Kramp-kar­ren­bau­er for­der­te schär­fe­re Si­cher­heits­ge­set­ze für Deutsch­land. Die Si­cher­heits­be­hör­den und Nach­rich­ten­diens­te bräuch­ten die rich­ti­gen In­stru­men­te, um sol­che Straf­ta­ten zu be­kämp­fen. Da­zu ge­hör­ten län­ge­re Dna-spei­cher­fris­ten. Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer (CSU) will die be­reits ge­plan­te Re­form für ei­ne bes­se­re Be­kämp­fung des Rechts­ex­tre­mis­mus be­schleu­ni­gen. Fa­mi­li­en­mi­nis­te­rin Fran­zis­ka Gif­fey (SPD) be­ton­te, sie wol­le die Mit­tel für die Ar­beit ge­gen An­ti­se­mi­tis­mus auf­sto­cken.

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