Staats­an­walt sieht bei Gift in Glu­ko­se kei­nen Vorsatz

Rheinische Post – Düsseldorf Mitte/West/Ost/Nord/Süd - - VORDERSEIT­E -

KÖLN (hsr) We­gen zwei­er To­des­fäl­le durch ver­gif­te­te Glu­ko­se er­mit­telt die Staats­an­walt­schaft jetzt ge­gen zwei Mit­ar­bei­ter der Apo­the­ke in Köln-lon­ge­rich, die das Prä­pa­rat in Um­lauf ge­bracht hat. Mit­te Sep­tem­ber wa­ren ei­ne 28-Jäh­ri­ge und ihr Kind ge­stor­ben, nach­dem die Frau die Glu­ko­se­mi­schung aus der Apo­the­ke zu sich ge­nom­men hat­te. Ober­staats­an­walt Ul­rich Bre­mer be­ton­te, es han­de­le sich um ei­nen An­fangs­ver­dacht der fahr­läs­si­gen Tö­tung. Die Ve­r­un­rei­ni­gung des Glu­ko­se­pul­vers soll eher auf ei­ne Ver­wechs­lung der Ge­fä­ße als auf vor­sätz­li­ches Han­deln zu­rück­zu­füh­ren sein. In­zwi­schen steht fest, dass es sich bei dem to­xi­schen Stoff um Li­do­cain­hy­drochlo­rid han­delt, ein Mit­tel für lo­ka­le Be­täu­bun­gen.

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