Der grü­ne Bau­er von ne­ben­an

Rheinische Post Geldern - - Blickpunkt Kultur -

Es ist das gro­ße Di­lem­ma un­se­res Kon­su­men­ten-All­tags. Wir brau­chen die hoch­ent­wi­ckel­te Land­wirt­schaft, weil sie die Kon­su­men­ten güns­tig mit Le­bens­mit­teln ver­sorgt und Ar­beits­plät­ze schafft. Aber wir wol­len die Milch von glück­li­chen Kü­hen, die Eier aus Frei­land­hal­tung und das Bio-Ge­mü­se von un­be­las­te­ten Äckern. Dass das al­les zu­sam­men nicht so ein­fach ist, be­schreibt Andre­as Möl­ler in ei­nem de­tail­rei­chen, kurz­wei­li­gen und vor al­lem dif­fe­ren­zier­ten Plä­doy­er für ei­nen drit­ten Weg zwi­schen Öko-Fe­tisch und Mas­sen­in­dus­trie. „Zwi­schen Bul­ler­bü und Tier­fa­brik“zeigt die Stär­ken der klas­si­schen Land­wirt­schaft, the­ma­ti­siert aber den Wahn­sinn von welt­weit pro Jahr ei­ner Mil­li­ar­de ver­speis­ter Schwei­ne. Möl­ler for­dert die In­dus­trie auf, selbst für ei­ne bes­se­re Ak­zep­tanz zu sor­gen, in dem sie trans­pa­ren­ter wird. Und er lässt die Kon­su­men­ten nicht von der Lei­ne, wenn er Bei­spie­le bringt, wie Ver­brau­cher Maß hal­ten kön­nen, oh­ne den Ge­nuss zu ver­lie­ren. Le­sens­wert. brö

Möl­ler, Andre­as: Zwi­schen Bul­ler­bü und Tier­fa­brik. 2018, Gü­ters­lo­her Ver­lags­haus, 260 S., 20 Eu­ro

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