Ur­teil: Fis­kus darf sechs Pro­zent Zin­sen ver­lan­gen

Rheinische Post Goch - - WIRTSCHAFT -

MÜN­CHEN (dpa) Trotz der Null-Zins­Po­li­tik der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank dür­fen Fi­nanz­äm­ter bei Steu­er­nach­zah­lun­gen ho­he Zin­sen von sechs Pro­zent kas­sie­ren. Auch in ei­ner Tief­zins­pha­se ist das nicht ver­fas­sungs­wid­rig, ent­schied der Bun­des­fi­nanz­hof in ei­nem Grund­satz­ur­teil. Das höchs­te Fi­nanz­ge­richt sieht in den sechs Pro­zent Zin­sen we­der ei­nen Ver­stoß ge­gen den Gleich­heits­grund­satz noch ge­gen die Ver­hält­nis­mä­ßig­keit. Da­mit zie­hen die Rich­ter ei­nen Strich un­ter ei­nen lang­jäh­ri­gen Streit. Für den Staat ist der ho­he Zins­satz ei­ne ein­träg­li­che Zu­satz­ein­nah­me. Lohn­steu­er­hil­fe­ver­ei­ne und Steu­er­zah­ler­bund kri­ti­sie­ren die Re­gel seit Jah­ren. Im kon­kre­ten Fall ging es um 11.000 Eu­ro Zin­sen, die der Fis­kus von ei­nem Bür­ger ver­lang­te.

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