Ba­by­boom im Wee­zer Tier­park

Rheinische Post Goch - - GOCH / UEDEM - VON KLA­RA SCHMACHTENBERG UND SE­BAS­TI­AN LAT­ZEL kle­[email protected] 02821-59821 RP Kle­ve rp-on­line.de/whats­app 02821-59828

Vie­le klei­ne Scha­fe, Zie­gen und auch Wild­schwei­ne ka­men in jüngs­ter Zeit auf der An­la­ge zur Welt. Auch im In­sek­ta­ri­um tut sich ei­ni­ges. Hier hof­fen die Ver­ant­wort­li­chen dar­auf, dass es männ­li­chen Nach­wuchs beim At­lass­pin­ner gibt.

WEE­ZE Viel Nach­wuchs im Strei­chel­zoo: Im Tier­ge­he­ge sprin­gen brau­ne, ge­scheck­te und so­gar drei­far­bi­ge Zie­gen um­her. Auch neu­ge­bo­re­ne Läm­mer tum­meln sich um die Fut­ter­stel­le oder wär­men sich im Heu. Eben­falls kön­nen die Be­su­cher auch den Nach­wuchs der Wild­schwei­ne er­le­ben, die so ge­nann­ten „Sie­ben Zwer­ge“. Des­halb kann der Tier­park be­son­ders für Kin­der in den kom­men­den Wo­chen neue At­trak­tio­nen bie­ten.

Al­lein an ei­nem Wo­chen­en­de wur­den jüngst neun Scha­fe ge­bo­ren. Sie sind da­mit der jüngs­te Neu­zu­gang, nach den 18 Zwerg­zie­gen, die mit ih­rer Ge­burt am 7. März schon zu den äl­te­ren Jung­tie­ren ge­hö­ren. Die Zie­gen sind zehn Weib­chen und acht Bö­cke, die im Ge­he­ge für viel Auf­re­gung sor­gen.

„Die Bö­cke müs­sen wir nach kur­zer Zeit lei­der ab­ge­ben. Das gä­be auf Dau­er zu vie­le neu­ge­bo­re­ne Tie­re“, er­klärt Ma­rie-Chris­ti­ne Kuy­pers, die Lei­te­rin des Tier­parks. Lang­fris­tig be­hält sie nur ei­nen Bock, der aber auch nicht das gan­ze Jahr zu­sam­men mit den Weib­chen im Ge­he­ge sein darf. Sonst wür­den so­gar zwei­mal im Jahr neue Tie­re ge­bo­ren wer­den.

Aber nicht nur am Strei­chel­zoo kann sich der Tier­park über Nach­wuchs freu­en. Be­son­ders auf­merk­sam wird der­zeit das In­sek­ta­ri­um be­ob­ach­tet. Hier gab es näm­lich schon ei­ne klei­ne Sen­sa­ti­on. Der ers­te At­lass­pin­ner war ge­schlüpft. Mit ei­ner Flü­gel­spann­wei­te von 25 bis 30 Zen­ti­me­tern ge­hö­ren sie zu den größ­ten welt­weit be­kann­ten Schmet­ter­lin­gen. Die Ver­ant­wort­li­chen hof­fen so­gar, den Rie­sen­schmet­ter­ling züch­ten zu kön­nen.

Doch dies­be­züg­lich hat ih­nen bis­lang noch die Na­tur ei­nen Strich durch die Rech­nung ge­macht. Denn aus den Pup­pen sind bis­lang nur Weib­chen ge­schlüpft, da­her wur­de es noch nichts mit der Ei-Abla­ge. Die Hoff­nun­gen ru­hen jetzt auf den letz­ten Pup­pen. Auf je­den Fall ist noch ein Weib­chen da­bei. Ma­rieChris­ti­ne Kuy­pers hofft jetzt, dass dann gleich­zei­tig auch ein Männ­chen schlüpft. Das Zeit­fens­ter für die Paa­rung ist näm­lich ex­trem klein. Die wun­der­ba­ren Fal­ter über­le­ben nur sie­ben bis neun Ta­ge.

„Ge­bur­ten­pla­nung“ist oh­ne­hin ein gro­ßes The­ma im Wee­zer Tier­park. So ach­ten die Ver­ant­wort­li­chen im Tier­park dar­auf, dass der Nach­wuchs im Strei­chel­zoo mög­lichst im Früh­ling zur Welt kommt. Um In­zucht zu ver­mei­den, gibt die An­la­ge in Part­ner­schaft mit an­de­ren Tier­parks und Pri­vat­leu­ten ei­nen Groß­teil der Tie­re An­fang Au­gust in an­de­re Be­trie­be. „Nur ei­ni­ge der Zwerg­zie­gen be­hal­ten wir. Im­mer­hin sind sie fast al­le Halb­ge­schwis­ter“, sagt Ma­rie-Chris­ti­ne Kuy­pers.

Von „Ein­zel­kin­dern“bis Dril­lin­gen ist bei den neu­ge­bo­re­nen Zick­lein al­les da­bei. Da­bei müs­sen sich die Dril­lin­ge die „Milch­sta­tio­nen“ih­rer Mut­ter tei­len. Aber die Klei­nen sind er­fin­de­risch: Ist al­les be­setzt, ge­hen sie zu an­de­ren Mut­ter­tie­ren. „Die Scha­fe sind da nicht so to­le­rant. Sie wür­den die Milch nie an an­de­re Tierba­bys au­ßer ih­rem ei­ge- nen ab­ge­ben“, er­zählt Ma­rie-Chris­ti­ne Kuy­pers.

Et­was ge­fähr­lich für den klei­nen Nach­wuchs sind die Be­su­cher. „Im ver­gan­ge­nen Jahr ha­ben wir das Ge­he­ge wäh­rend den An­fangs­wo­chen nach der Ge­burt erst ein­mal ge­sperrt“, sagt die Lei­te­rin des Parks.

Es kön­ne schnell pas­sie­ren, dass be­son­ders Kin­der die Jung­tie­re an den fal­schen Stel­len hoch­he­ben und so ih­ren wei­chen Burst­korb ver­let­zen. Ein wei­te­res Pro­blem kann auf­tre­ten, wenn die Mut­ter­tie­re ih­re Kin­der nicht mehr am Ge- ruch iden­ti­fi­zie­ren kön­nen. Sie wer­den ir­ri­tiert, wenn sie mensch­li­chen Kör­per­ge­ruch an ih­rem Nach­wuchs wahr­neh­men. Schlimms­ten­falls ver­lie­ren die klei­nen Zie­gen oder Läm­mer die Ori­en­tie­rung und fin­den nicht zu ih­rer Mut­ter zu­rück.

Die Be­su­cher soll­ten al­so ent­spre­chend vor­sich­tig sein. Aber eins ist klar: Der Nach­wuchs im Tier­park wird auch in den nächs­ten Wo­chen noch für viel Span­nung und Auf­re­gung sor­gen.

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FO­TOS: TIER­PARK

Sind die nicht süß? Die klei­nen Zie­gen aus dem Tier­park. Ei­ne klei­ne Sen­sa­ti­on war das Schlüp­fen des At­lass­pin­ners.

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