Das än­dert sich im Sep­tem­ber

Ikea, Rya­nair, Ha­lo­gen­lam­pe: Die­se Neue­run­gen kom­men auf die Ver­brau­cher zu.

Rheinische Post Goch - - Wirtschaft -

DÜS­SEL­DORF (sgl) Am ers­ten Sep­tem­ber tre­ten ei­ni­ge Neue­run­gen in Kraft. Im Fol­gen­den le­sen Sie, was sich für Sie än­dert.

Ikea-Rück­ga­be­recht Das schwe­di­sche Mö­bel­haus will Miss­brauch ent­ge­gen­wir­ken und ver­schärft da­her er­neut sei­ne Rück­ga­be­re­ge­lung. Nun kön­nen ge­kauf­te Pro­duk­te nur noch in­ner­halb ei­nes Jah­res in neu­em, un­be­nutz­tem Zu­stand zu­rück­ge­ge­ben wer­den. Schon im Herbst 2016 hat­te es ei­ne ers­te Ver­schär­fung ge­ge­ben, als das le­bens­lan­ge Rück­ga­be­recht auf 365 Ta­ge be­schränkt wor­den war. Nun ist auch der Zu­stand der Wa­re ent­schei­dend. Ikea be­grün­det den Schritt mit re­gel­mä­ßi­gem Miss­brauch ein­zel­ner Kun­den und teils man­geln­der Wert­schät­zung des Res­sour­cen­ein­sat­zes.

Ge­päck­re­geln bei Rya­nair Kun­den der Bil­lig­flu­g­air­line dür­fen zum Nor­mal­ta­rif nur noch ein klei­nes Hand­ge­päck-Stück mit ins Flug­zeug neh­men. Ein zwei­tes Ge­päck­stück muss nun ge­gen ei­ne Ge­bühr von acht Eu­ro ein­ge­checkt wer­den. Bis­lang konn­ten zum Bei­spiel Roll­kof­fer in Hand­ge­päck­grö­ße oh­ne Zu­schlag kos­ten­los am Ga­te ab­ge­ge­ben wer­den. Da­mit ist jetzt Schluss, schon Ruck­sä­cke könn­ten nach der neu­en Re­ge­lung zu groß sein. Die Re­ge­lung gilt für neue Bu­chun­gen, die ab dem ers­ten Sep­tem­ber vor­ge­nom­men wer­den. Für be­reits ge­buch­te Flü­ge grei­fen die neu­en Richt­li­ni­en zum ers­ten No­vem­ber.

Ha­lo­gen­lam­pen Nach der Glüh­bir­ne ver­schwin­det nun auch die Ha­lo­gen­lam­pe in al­len 28 EU-Staa­ten vom Markt. Hin­ter­grund ist die 2009 be­schlos­se­ne Öko­de­sign-Richt­li­nie der Eu­ro­päi­schen Uni­on. Sie legt An­for­de­run­gen an die Ener­gie­ef­fi­zi­enz von Pro­duk­ten fest. Doch es gibt auch Aus­nah­men, et­wa für plat­te Spot­lam­pen, wie sie bei De­cken­strah­lern ge­nutzt wer­den, und für Ha­lo­gen­lam­pen in Schreib­tisch­lam­pen oder Flut­lich­tern. Rest­be­stän­de dür­fen auch über Sep­tem­ber hin­aus noch ver­kauft wer­den.

Spar­kas­sen-Au­to­ma­ten Nach Deut­scher Bank, Post­bank und Com­merz­bank än­dern nun auch die Spar­kas­sen die Rei­hen­fol­ge beim Geld­ab­he­ben am Au­to­ma­ten. Ab dem ers­ten Sep­tem­ber muss zu­nächst die Hö­he des Be­tra­ges und dann die PIN ein­ge­ge­ben wer­den. Bis­her war das Pro­ze­de­re um­ge­kehrt. Durch die Um­stel­lung sol­len mög­li­che Über­fäl­le am Geld­au­to­ma­ten er­schwert wer­den.

Ar­beits­zeit Bis­lang wa­ren Über­stun­den bis zu ei­nem Zwölf-St­un­den-Ar­beits­tag recht­lich er­laubt, so­lan­ge dies nicht re­gel­mä­ßig ge­schah und kei­ne „be­rück­sich­ti­gungs­wür­di­gen In­ter­es­sen des Ar­beit­neh­mers“vor­la­gen. Neu ist jetzt, dass der Ar­beit­neh­mer die elf­te und zwölf­te St­un­de oh­ne An­ga­ben von Grün­den ab­leh­nen darf. Bis zur zehn­ten St­un­de gilt die al­te Re­ge­lung. (mit dpa)

QU­EL­LE: UNECE | FO­TO: DPA | GRA­FIK: PODTSCHASKE

FO­TO: DPA

Ein­kaufs­wa­gen vom schwe­di­schen Mö­bel­haus Ikea.

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