An­ge­klag­te im Höx­ter-Pro­zess sieht sich als Op­fer

Rheinische Post Hilden - - Panorama -

PADERBORN (dpa) Nach fast zwei Jah­ren Ver­hand­lung steht der Mord­pro­zess um das so­ge­nann­te Hor­ror­haus von Höx­ter vor dem Ab­schluss. Die An­ge­klag­te An­ge­li­ka W. stellte sich am Frei­tag in ih­rem knapp 90-mi­nü­ti­gen Schluss­wort als Op­fer des Mit­an­ge­klag­ten Wil­fried W. dar. Sie ent­schul­dig­te sich nicht bei den Op­fern und be­grün­de­te dies mit ih­rer feh­len­den Em­pa­thie­fä­hig­keit. Ei­ne psych­ia­tri­sche Gut­ach­te­rin hat­te ihr im Pro­zess be­schei­nigt, dass sie au­tis­ti­sche Zü­ge ha­be und kein Mit­ge­fühl auf­brin­gen kön­ne. Die An­wäl­te der Ne­ben­klä­ger und die an­we­sen­de Mut­ter ei­nes der bei­den To­des­op­fer ver­lie­ßen aus Pro­test den Saal, weil die An­ge­klag­te aus ih­rer Sicht aus­schwei­fend die Ge­le­gen­heit zum letz­ten Wort vor dem Ur­teil nutz­te. Das Land­ge­richt Paderborn will am 5. Ok­to­ber ein Ur­teil fäl­len.

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