Im End­spurt für das Lich­ter­fest

Yvon­ne Bonn ist bei der Stif­tung Schloss und Park Ben­rath das gan­ze Jahr über da­mit be­schäf­tigt, das spek­ta­ku­lä­re Frei­luft­kon­zert zu or­ga­ni­sie­ren. Die­ses Jahr soll das Schloss auch von in­nen er­leuch­tet sein.

Rheinische Post Hilden - - Aus Der Region - VON SONJA SCHMITZ

BEN­RATH Wenn am Sams­tag, 13. Ju­li, im Schloss­park Ben­rath zehn­tau­send Be­su­cher zum Lich­ter­fest in den Schloss­park Ben­rath strö­men, dann hat Yvon­ne Bonn kei­ne ru­hi­ge Mi­nu­te. Sie schaut, ob all das, was sie mit dem Team der Stif­tung ge­plant hat, funk­tio­niert. Und sie denkt auch schon dar­an, was man im nächs­ten Jahr bes­ser ma­chen kann. „Nach dem Lich­ter­fest ist vor dem Lich­ter­fest“, sagt die 31-jäh­ri­ge aus­ge­bil­de­te Mu­si­ke­rin. Vor drei Jah­ren ist sie als Mit­ar­bei­te­rin zu der Stif­tung Schloss und Park Ben­rath ge­kom­men, um das kul­tu­rel­le High­light zu or­ga­ni­sie­ren.

Von Jahr zu Jahr ver­än­dert Bonn im­mer wie­der De­tails. Die­ses Mal wird bei­spiels­wei­se die Be­stuh­lung ver­setzt an­ge­ord­net, um die Sicht auf das Orches­ter wei­ter zu ver­bes­sern. Da­zu wer­den die Was­ser­spie­le am Spie­gel­wei­her noch um ei­ne ho­ri­zon­ta­le Ach­se er­gänzt, die ers­te Eta­ge des Schlos­ses von in­nen be­leuch­tet. Und wäh­rend frü­her die Plät­ze auf der Süd­ter­ras­se für Emp­fän­ge re­ser­viert wa­ren, wird die­ser Be­reich nun erst­mals öf­fent­lich für ein ex­klu­si­ves An­ge­bot ge­nutzt. Zum be­son­de­ren Ser­vice ge­hört bei­spiels­wei­se ein ge­pack­ter Pick­nick-Korb.

Zur Or­ga­ni­sa­ti­on des Lich­ter­fests ge­hört ei­ne Fül­le von Tä­tig­kei­ten. „Das ist ei­ne tol­le Spann­brei­te“, sagt Bonn. Al­lein die Ter­min­ko­or­di­na­ti­on mit den viel­be­schäf­tig­ten Düs­sel­dor­fer Sym­pho­ni­kern ist ei­ne kniff­li­ge An­ge­le­gen­heit. Bonn sucht auch das mu­si­ka­li­sche Pro­gramm aus. Ge­nau­so ist sie aber zu­stän­dig für vie­le prak­ti­sche Fra­gen, wie den Auf­bau von Büh­ne, Be­stuh­lung, Schil­dern und Zäu­nen bis hin zum Ca­te­ring.

Am span­nends­ten fin­det Bonn die Wo­che vor dem Event. „Da pas­siert noch ein­mal ganz viel.“Der bes­te Mo­ment sei aber schon, wenn das Feu­er­werk-Stück er­klingt, je­des Mal ei­ne Über­ra­schung für die 10.000 Be­su­cher. „Man­che ste­hen auf und fan­gen an zu tan­zen. Hoch­zeits­an­trä­ge gibt es dann auch im­mer wie­der.“Und schließ­lich, wenn da­nach der Ap­plaus er­klingt, sagt Bonn, das sei das „Non-Plus-Ul­tra“, eben auch der Zeit­punkt, zu dem klar ist, es ist ge­schafft.

Bei ih­rem be­ruf­li­chen Wer­de­gang sei viel Glück da­bei ge­we­sen, sagt Bonn. Als Stu­den­tin ha­be sie in der

Ton­hal­le nach ei­nem Prak­ti­kum ge­fragt und be­kam statt­des­sen ei­nen Job im Bü­ro. Die Ar­beit wur­de dort im­mer in­ten­si­ver, sie wuchs nach und nach in vie­le Auf­ga­ben rein. „Als Mu­si­ker ist es gut, ein zwei­tes Stand­bein zu ha­ben“, dach­te sie da­mals.

Dann mach­te ihr die Ar­beit so viel Spaß, dass die Or­ga­ni­sa­ti­on zum Haupt­be­ruf wur­de. Drei Jah­re lang ar­bei­te­te sie als künst­le­ri­sche Lei­te­rin für das Schu­mann­fest, be­vor sie nach Ben­rath wech­sel­te. Bonn, die in Ur­den­bach auf­ge­wach­sen ist, hät­te nie ge­dacht, dass ei­nes Ta­ges ihr Ar­beits­platz im Schloss lie­gen wür­de. „Das ist ei­ne ganz tol­le Um­ge­bung“, schwärmt sie. Die­se auch zu ge­nie­ßen, da­zu kommt sie al­ler­dings nur sel­ten. „In der Zeit war ich viel­leicht drei Mal in der Mit­tags­pau­se mit ei­ner Kol­le­gin im Park spa­zie­ren. Das muss ich doch mal öf­ter ma­chen.“

FO­TO: VON AMELN

Was­ser­spie­le, Feu­er­werk, klas­si­sche Mu­sik und Pick­nick un­ter frei­em Him­mel im Schloss­park – die­se Mi­schung zieht ein gro­ßes Pu­bli­kum an.

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