Pro­zes­si­ons­spin­ner: Mit Saug­kraft ge­gen fie­se Rau­pen

Rheinische Post Hilden - - Aus Der Region -

LAN­GEN­FELD/MON­HEIM (mei) Sie fan­gen wie­der an zu spin­nen – die Rau­pen des Ei­chen­pro­zes­sons­spin­ners. Mit den wär­me­ren Tem­pe­ra­tu­ren brei­ten sich die Kr­ab­bel­tie­re auf Ei­chen aus. Und weil de­ren Nes­sel­här­chen vor al­lem für All­er­gi­ker schmerz­haft sein kön­nen, ge­hen die Städ­te Lan­gen­feld und Mon­heim ri­go­ros ge­gen die Rau­pen­pla­ge vor. Seit ein paar Ta­gen wer­den in Mon­heim aus be­fal­le­nen Ei­chen die ers­ten Ge­spins­te ent­fernt, er­klärt Stadt­spre­cher Nor­bert Ja­kobs. „Noch hält sich der be­kann­te Be­fall in Gren­zen im Ver­gleich zum ver­gan­ge­nen Jahr. Ins­be­son­de­re All­er­gi­ker soll­ten aber bei Wald­be­su­chen vor­sich­tig sein!“

In Lan­gen­feld sind laut Be­triebs­hofs­lei­ter Bas­ti­an St­ein­ba­cher eben­falls be­reits Ge­spins­te ab­ge­saugt wor­den. „Ein von uns be­auf­trag­ter Baum­kon­trol­leur hat­te sich die Ei­chen nä­her an­ge­schaut und uns drei be­fal­le­ne ge­mel­det“, sagt St­ein­ba­cher. „Am Schie­fers Grund, im Land­schafts­park Fuhr­kamp und im Hö­ver Feld hat das dann ei­ne Fach­fir­ma in Schutz­klei­dung und mit Saug­ge­rä­ten für uns er­le­digt.“

2018 sei der Be­fall so stark wie seit Jahr­zehn­ten nicht ge­we­sen, sagt St­ein­ba­cher. „Das liegt auch stark an der Wit­te­rung.“In­des wür­den die Rau­pen in Lan­gen­feld ak­tu­ell noch nicht im gro­ßen Stil be­kämpft, weil sie noch zur Nah­rungs­su­che auf den Ei­chen nachts hoch- und tags­über run­ter­krab­bel­ten. „Erst, wenn sie sich in Ge­spinst­nestern sam­meln und ver­pup­pen, kön­nen wir die­se ef­fek­tiv ent­fer­nen.“Zu­sätz­lich wür­den Ei­chen mit Bak­te­ri­en be­sprüht, die die Wei­ter­ent­wick­lung der Rau­pen hem­men sol­len. Die be­fal­le­nen Ei­chen wer­den laut Ja­kobs „nur in we­ni­gen Fäl­len nach­hal­tig ge­schä­digt“. All­er­gi­ker soll­ten al­ler­dings vor­sich­tig sein: Die klei­nen Nes­sel­här­chen, die die Rau­pen ab­son­dern, kön­nen Haut­rö­tun­gen und Schwel­lun­gen ver­ur­sa­chen, auch Atem­we­ge rei­zen. „Die Ge­spins­te selbst sind al­ler­dings eher un­ge­fähr­lich und wir­ken, heil am Baum hän­gend, wie ei­ne Art na­tür­li­che Schutz­hül­le.“

„Wir be­ob­ach­ten die La­ge sehr genau“, be­tont St­ein­ba­cher. Da­bei ste­he der städ­ti­sche Be­triebs­hof auch in Kon­takt zu Stra­ßen-NRW, das für die durch Lan­gen­feld füh­ren­den Lan­des­stra­ßen zu­stän­dig ist, wie et­wa Düs­sel­dor­fer-/Köl­ner Stra­ße (L219), Berg­hau­se­ner Stra­ße (L353) oder Ber­gi­sche Land­stra­ße (L403). „Wenn uns dort an Ei­chen Ge­spinst­nes­ter auf­fal­len, dann mel­den wir sie Stra­ßen-NRW oder las­sen sie di­rekt ent­fer­nen und rech­nen das hin­ter­her ab.“

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