24 Azu­bis büf­feln für neu­en Pfle­ge­job

Ge­ra­de für Haupt­schü­ler ist der Be­ruf des Ge­sund­heits- und Kran­ken­pfle­ge­as­sis­ten­ten ein gu­tes Sprung­brett ins Ar­beits­le­ben. Das Ka­tho­li­sche Bil­dungs­zen­trum in Haan bie­tet die ein­jäh­ri­ge Aus­bil­dung an.

Rheinische Post Hilden - - Gesundheit - VON PE­TER CLEMENT

HAAN Ge­lun­ge­ne Pre­mie­re im Ka­tho­li­schen Bil­dungs­zen­trum Haan: Erst­mals ha­ben 24 jun­ge Men­schen die ein­jäh­ri­ge Aus­bil­dung zu Ge­sund­heits­und Kran­ken­pfle­ge­as­sis­ten­ten be­gon­nen – mehr als die Ver­ant­wort­li­chen im Vor­feld er­war­tet hat­ten.

Ent­spre­chend zu­frie­den ist Schul­lei­ter Chris­toph van de Loo: „Es ist toll, dass die Nach­fra­ge so groß war und wir mit ei­nem so star­ken Kurs star­ten kön­nen“, be­tont er hoch­er­freut: „Die Aus­zu­bil­den­den ha­ben nicht nur ei­nen span­nen­den Be­ruf, son­dern auch ei­nen mit her­vor­ra­gen­den Jo­baus­sich­ten und Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten ge­wählt“, er­klärt der Schul­lei­ter wei­ter.

Ge­sund­heits- und Kran­ken­pfle­ge­as­sis­ten­ten un­ter­stüt­zen Pfle­ger bei der Pfle­ge von Pa­ti­en­ten. Sie be­treu­en The­ra­pi­en und sind mit­ver­ant­wort­lich für die Or­ga­ni­sa­ti­on auf der je­wei­li­gen Sta­ti­on.

500 St­un­den theo­re­ti­scher Un­ter­richt und 1100 St­un­den Pra­xis war­ten in den kom­men­den zwölf Mo­na­ten auf die Aus­zu­bil­den­den. Der theo­re­ti­sche Un­ter­richt fin­det im Ka­tho­li­schen Bil­dungs­zen­trum statt, die Pra­xis­blö­cke ab­sol­vie­ren die an­ge­hen­den Ge­sund­heits- und Kran­ken­pfle­ge­as­sis­ten­ten in fünf ver­schie­de­nen Kli­ni­ken.

Zu die­sen Aus­bil­dungs­kran­ken­häu­sern zäh­len das St. Jo­sef Kran­ken­haus Haan, das St. Jo­sefs Kran­ken­haus Hilden, die St. Lu­kas Kli­nik in So­lin­gen, das St. Re­mi­gius Kran­ken­haus Op­la­den (al­le Kp­lus Grup­pe) und das St. Mar­ti­nus Kran­ken­haus Lan­gen­feld (Ge­mein­nüt­zi­ge Ge­sell­schaft der Fran­zis­ka­ne­rin­nen zu Ol­pe).

Wenn Men­schen krank oder alt wer­den, ist es für sie manch­mal schwie­rig, sich ei­ne ei­gen­stän­di­ge Le­bens­füh­rung zu er­hal­ten. Die­se Lü­cke sol­len Kran­ken­pfle­ge­as­sis­ten­ten schlie­ßen. Denn sie sind im All­tag nicht nur ei­ne wich­ti­ge Ver­trau­ens­per­son für ih­re Schütz­lin­ge, son­dern in­ves­tie­ren Tag für Tag ei­ne Men­ge, um sie im All­tag zu un­ter­stüt­zen. Kon­kret be­deu­tet das: Sie bet­ten bett­lä­ge­ri­ge Pa­ti­en­ten um, hel­fen ih­nen bei der Kör­per­pfle­ge oder kon­trol­lie­ren ih­re Kör­per­funk­tio­nen und do­ku­men­tie­ren die me­di­zi­ni­schen Mess­wer­te.

„Ei­ni­ge der neu­en Aus­zu­bil­den­den ha­ben be­reits ihr Frei­wil­li­ges So­zia­les Jahr oder ei­nen Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst in der Pfle­ge ab­sol­viert und sich dann für den Be­ruf ent­schie­den“, er­zäh­len die Kurs­lei­te­rin­nen Petra Men­ne­kes und Kor­ne­lia But­zen. Ihr Ziel ist es, al­le Aus­zu­bil­den­den

„Die Aus­zu­bil­den­den ha­ben nicht nur ei­nen span­nen­den Be­ruf, son­dern auch ei­nen mit her­vor­ra­gen­den Jo­baus­sich­ten und Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten ge­wählt.“

Chris­toph van de Loo Schul­lei­ter

für ei­ne Zu­kunft in der Pfle­ge zu be­geis­tern. Denn auch für Be­wer­ber, die bei­spiels­wei­se ei­nen Haupt­schul­ab­schluss ha­ben und so­mit die Vor­aus­set­zun­gen für die drei­jäh­ri­ge Aus­bil­dung zu Ge­sund­heits­und Kran­ken­pfle­gern nicht er­fül­len, steht die ein­jäh­ri­ge Aus­bil­dung zu Pfle­ge­as­sis­ten­ten of­fen, be­rich­ten die bei­den.

„Wer die ein­jäh­ri­ge Aus­bil­dung er­folg­reich ab­schließt, ist dann auch für die drei­jäh­ri­ge qua­li­fi­ziert“, er­klärt Chris­toph van de Loo. „Wer Pfle­ge­as­sis­tent ist, hat al­so al­le Mög­lich­kei­ten, sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und Kar­rie­re zu ma­chen“, sagt der Schul­lei­ter. Dar­über hin­aus wer­de die ein­jäh­ri­ge Aus­bil­dung mit mehr als 1000 Eu­ro mo­nat­lich at­trak­tiv ver­gü­tet.

Für das nächs­te Jahr ist be­reits ein neu­er Kurs ge­plant. Ab so­fort kön­nen sich In­ter­es­sier­te über ein On­line­for­mu­lar un­ter www.kbz­ha­an.de oder per E-Mail an kon­[email protected] be­wer­ben.

FO­TO: CHRIS­TOPH SCHMIDT/DPA

Kran­ken­häu­ser su­chen hän­de­rin­gend Pfle­ge­kräf­te.

FO­TO: KBZ

Das sind die an­ge­hen­den Ge­sund­heits- und Kran­ken­pfle­ge­as­sis­ten­ten.

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