Mü­de VfB 03-Fuß­bal­ler sie­gen glanz­los

Der Hil­de­ner Ober­li­gist hält den Lan­des­li­gis­ten MSV Düs­sel­dorf mit ei­ner bunt ge­misch­ten Mann­schaft in Schach.

Rheinische Post Hilden - - Sport Lokal - VON BIRGIT SICKER

VfB 03 Hilden – MSV Düs­sel­dorf 4:2 (2:1).

Trotz des Sie­ges des Ober­li­gis­ten VfB 03 im Test­spiel ge­gen den Lan­des­li­gis­ten be­kann­te Marc Bach frank und frei: „Das war kein gu­tes Spiel, wir hat­ten zu gro­ße Ab­stän­de.“Der Hil­de­ner Trai­ner hat­te auch ei­ne Er­klä­rung für die durch­wach­se­ne Vor­stel­lung sei­ner Mann­schaft pa­rat: „Wir sind ge­ra­de in ei­ner Pha­se der Vor­be­rei­tung, wo man schon merkt, dass die Jungs platt sind.“Bach mach­te aus der Not ei­ne Tu­gend und misch­te sei­ne Mann­schaft mit Ak­teu­ren aus der VfB-Zwei­ten durch, um den Fuß­bal­lern zu­min­dest ei­ne klei­ne Ver­schnauf­pau­se zu ge­ben. So be­kam Nils Pio­trasch­ke dies­mal die Ge­le­gen­heit, sich über 45 Mi­nu­ten im Ober­li­ga-Team auf der lin­ken Ab­wehr­sei­te zu be­wei­sen. „Da Si­mon Metz we­gen ei­ner Scham­bein­ent­zün­dung län­ger aus­fällt, ha­ben wir uns ihn mal an­ge­schaut.“Vi­el­leicht auch ein Zei­chen an den bis­lang ver­blie­be­nen Links­ver­tei­di­ger Ogün Ser­dar, noch­mal ei­ne Schip­pe drauf­zu­le­gen.

Im Tor be­kam dies­mal Nick Per­k­uhn den Vor­zug vor den eta­blier­ten Schluss­leu­ten Bas­ti­an Su­be und Mar­vin Ober­hoff. „Er ist un­ser drit­ter Tor­wart und soll sich auch zei­gen“, er­klär­te Bach und nann­te die Tor­wart­fra­ge für die Rück­run­de noch of­fen. „Mar­vin hat na­tür­lich ei­nen klei­nen Vor­sprung, weil er sich im Som­mer durch­ge­setzt hat und wir Kon­ti­nui­tät wol­len, das heißt aber nicht, dass er sich auf sei­nen Lor­bee­ren aus­ru­hen kann.“Su­be wuss­te zu­letzt im Test beim Re­gio­nal­li­gis­ten

Oberhausen zu über­zeu­gen, Ober­hoff kam ge­gen den Wup­per­ta­ler SV zum Ein­satz. „Im Feld ha­ben wir na­tür­lich noch mehr Wech­sel­mög­lich­kei­ten und ge­ben des­halb al­len die Ge­le­gen­heit, sich zu zei­gen“, sagt Bach. Der Kampf um die Plät­ze in der An­fangs­for­ma­ti­on läuft auf vol­len Tou­ren – im­mer­hin steht auf dem Ober­li­ga-Spiel­plan zum Start am 9. Fe­bru­ar das Der­by ge­gen die Sport­freun­de Baum­berg.

Das Freund­schafts­spiel ge­gen den Lan­des­li­ga-Ach­ten MSV Düs­sel­dorf

war da eher ei­ne klei­ne­re Hür­de. Und den Hil­de­nern kam ent­ge­gen, dass Tal­ha De­mir be­reits in der 6. Mi­nu­te ner­ven­stark per Hand­elf­me­ter die 1:0-Füh­rung er­ziel­te. „Wir sind gut rein­ge­kom­men, ha­ben dann aber den Fa­den ver­lo­ren“, war VfB-Coach Bach mit dem wei­te­ren Ver­lauf der Par­tie je­doch we­ni­ger zu­frie­den.

Zwei-, drei­mal star­te­ten die Düs­sel­dor­fer zu viel­ver­spre­chen­den Kon­tern, die letzt­lich aber oh­ne Krö­nung blie­ben. Ef­fek­ti­ver agier­ten

die Platz­her­ren. Der quir­li­ge Fa­bio di Gae­ta­no ließ gleich zwei Ge­gen­spie­ler aus­stei­gen und schloss da­nach zum 2:0 (28.) ab. Der MSV ließ zwei Mi­nu­ten spä­ter mit ei­nem Lat­ten­knal­ler auf­hor­chen und ver­kürz­te kurz da­nach auf 1:2 (33.). Kurz vor der Pau­se traf Nick Sangl nur die Lat­ten­un­ter­kan­te, von da sprang der Ball ins Feld zu­rück (44.).

Gleich nach dem Wie­der­an­pfiff lie­ßen die Hil­de­ner zwei wei­te­re gu­te Chan­cen ver­strei­chen. In der Fol­ge sa­hen die Zu­schau­er mehr Mit­tel­feld­ge­plän­kel. Erst in den letz­ten 20 Mi­nu­ten ver­schärf­te der VfB 03 noch ein­mal das Tem­po. Nach Vor­ar­beit von Olu­wa­bo­ri Fa­laye über die lin­ke Sei­te er­höh­te der ein­ge­wech­sel­te Pas­cal We­ber auf 3:1 (73.). Nur ei­ne Mi­nu­te spä­ter ver­kürz­te Isaak Kang nach ei­ner Flan­ke von der rech­ten Sei­te auf 2:3. Den Schluss­punkt setz­te er­neut Cal­li We­ber mit dem Tref­fer zum 4:2 (84.). Kurz vor dem Ab­pfiff hat­te Tal­ha De­mir freie Bahn, schoss den Ball je­doch aus zwölf Me­tern am Kas­ten vor­bei. „Da fehl­te ein­fach die Kon­zen­tra­ti­on – in der ak­tu­el­len Pha­se müs­sen wir da ein Au­ge zur­drü­cken“, nahm’s Marc Bach recht ge­las­sen.

RP-FO­TO: STE­PHAN KÖHLEN

Tal­ha De­mir nutz­te ei­nen Hand­elf­me­ter zur 1:0-Füh­rung.

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