„Bo­rus­sia ist mein Zu­hau­se“

An­ton Käll­berg hat sei­nen Ver­trag beim Tisch­ten­nis-Bun­des­li­gis­ten ver­län­gert.

Rheinische Post Hilden - - Düsseldorf­er Sport - VON TI­NO HER­MANNS

Bo­rus­sia-Tisch­ten­nis­pro­fi An­ton Käll­berg (Welt­rang­lis­te 75) kann sich voll auf die Mann­schafts-Olym­pia­qua­li­fi­ka­ti­on im por­tu­gie­si­schen Gon­domar kon­zen­trie­ren. Der 22-Jäh­ri­ge muss sich kei­ner­lei Ge­dan­ken mehr über sei­ne nä­he­re be­ruf­li­che Zu­kunft ma­chen. Kurz be­vor er mit der schwe­di­schen Na­tio­nal­mann­schaft, zu der ja auch der Bo­rus­se Kris­ti­an Karls­son (WR 25) ge­hört, in den eu­ro­päi­schen Sü­den reis­te, ver­län­ger­te Käll­berg sei­nen Ver­trag beim deut­schen Re­kord­meis­ter um ein Jahr. Jetzt steht der Rechts­hän­der bis 20. Ju­ni 2021 in Bo­rus­sia Di­ens­ten.

„Er kann es noch sehr weit brin­gen“, meint Bo­rus­sia-Ma­na­ger Andre­as Preuß. „An­ton hat in 2019 sein ers­tes in­ter­na­tio­na­les Tur­nier ge­won­nen und in der Bun­des­li­ga ei­ni­ge Spit­zen­spie­ler ge­schla­gen. Er kann in der Zu­kunft zu ei­nem Füh­rungs­spie­ler bei uns rei­fen und ich bin si­cher, dass wir noch viel Freu­de an ihm ha­ben wer­den.“

Im Ge­gen­zug hat Käll­berg auch Freu­de in Düs­sel­dorf. „Ich bin seit fast vier Jah­ren bei der Bo­rus­sia, sie ist mein Zu­hau­se. Ich bin sehr glück­lich, dass ich auch in der nächs­ten Sai­son für die­sen Klub spie­len darf und ich wün­sche mir sehr, dass wir noch ganz vie­le Er­fol­ge ge­mein­sam fei­ern wer­den“, sagt Käll­berg.

Den nächs­ten Er­folg will der Schwe­de aber nicht mit der Bo­rus­sia, son­dern mit der Na­tio­nal­mann­schaft sei­nes Hei­mat­lan­des er­spie­len. In Gon­domar wer­den bis zum 26. Ja­nu­ar aus den 34 ge­mel­de­ten Na­tio­nal­teams aus al­ler Her­ren Län­der neun Team-Plät­ze für das welt­größ­te Sport­fest 2020 in To­kio aus­ge­spielt. Auch Bo­rus­si­as Stand­by-Spie­ler Sha­rat Ka­mal Achan­ta (WR 33) ist mit In­di­en in Gon­domar ak­tiv. Er ver­sucht nach den Spie­len 2004 und 2008 sei­ne drit­te Oym­pia-Teil­nah­me zu si­chern.

Bo­rus­se Omar As­sar (WR 29) al­ler­dings ist froh, nicht in Por­tu­gal zu sein. Der am­tie­ren­de Afri­ka-Meis­ter hat mit Ägyp­ten die Olym­pia-Teil­nah­me­be­rech­ti­gung be­reits in der Ta­sche. So hat­te der 28-Jäh­ri­ge die Zeit, die Ju­bi­lä­ums­aus­ga­be des „Tisch­ten­nis Pau­sen­kö­nigs“an der Gu­ten­berg-Grund­schu­le zu er­öff­nen. Der „Pau­sen­kö­nig“ist das Düs­sel­dor­fer Tisch­ten­nis-Rund­lauf­tur­nier für Grund­schu­len und die Ein­stiegs­klas­sen von wei­ter­füh­ren­den Schu­len. „Wir ha­ben in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren fast 30.000 Kin­der ge­sich­tet, mit dem Tisch­ten­nis-Sport be­geis­tert, viel Freu­de be­rei­tet und hof­fent­lich auch ei­ni­ge Ta­len­te ent­deckt. Das macht uns sehr stolz“, er­klärt Preuß.

Das Rund­lauf-Tur­nier ist ei­ne von meh­re­ren so­zia­len Initia­ti­ven der Bo­rus­sia. Das kommt gut an. „Der Pau­sen­kö­nig ist ei­ne ganz be­son­de­re Ver­an­stal­tung. Sie passt wun­der­bar zu Düs­sel­dorf“, meint Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Gei­sel. „Vie­le Schü­ler füh­len sich an­ge­spro­chen. Spie­le­risch wird ein An­reiz ge­schaf­fen, sich zu be­we­gen, ge­sund zu le­ben und Spaß am Sport zu ha­ben. Es ist ein­fach toll, dass Bo­rus­sia nicht nur sport­lich sehr er­folg­reich ist, son­dern sich auch sei­ner Pflicht in der Stadt be­wusst ist.“

Zum Auf­takt setz­ten sich Pe­arl Zie­lich und Be­la Boos beim Rund­lauf in ih­rer Klas­se 4b die Pau­sen­kö­ni­gund Pau­sen­kö­ni­gin­nen-Kro­ne auf und qua­li­fi­zier­ten sich für die Fi­nal­run­de. Die wird am 8. März im Rah­men des Bun­des­li­ga-Heim­spiels der Bo­rus­sia ge­gen den am­tie­ren­den deut­schen Meis­ter, die TTF Lieb­herr Och­sen­hau­sen, im Tisch­ten­nis-Zen­trum aus­ge­spielt. Und dann sind auch Karls­son und Käll­berg in der Hal­le.

Olym­pia­qua­li­fi­ka­ti­on Karls­son und Käll­berg müs­sen mit der schwe­di­schen Na­tio­nal­mann­schaft den Um­weg über die Olym­pia­qua­li­fi­ka­ti­on in Gon­domar ge­hen, weil sie das Fi­na­le der Eu­ro­pean Ga­mes 2019 in Minsk (Weiß­russ­land) ge­gen die deut­sche Na­tio­nal­mann­schaft mit dem Bo­rus­sen Ti­mo Boll ver­lo­ren hat­ten. Der Sie­ger der Eu­ro­pean Ga­mes qua­li­fi­zier­te sich di­rekt für die Spie­le 2020 in To­kio (Ja­pan).

FO­TO: HORSTMÜLLE­R

An­ton Käll­berg ver­län­ger­te sei­nen Ver­trag.

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