Da­ten-Be­hör­de be­sorgt über Si­cher­heits­lü­cken bei Soft­ware

Rheinische Post Hilden - - Politik -

BERLIN (jd/qua) Deutsch­lands obers­ter Hü­ter der Da­ten­si­cher­heit, Arne Schön­bohm, ist alar­miert we­gen wei­ter be­ste­hen­der Si­cher­heits­lü­cken in dem weit ver­brei­te­ten Com­pu­ter­pro­gramm Ci­trix. „Die Si­cher­heits­lü­cken in Pro­gram­men des US-Soft­ware­her­stel­lers Ci­trix sind be­sorg­nis­er­re­gend“, sag­te der Prä­si­dent des Bun­des­am­tes für Si­cher­heit in der In­for­ma­ti­ons­tech­nik (BSI) un­se­rer Re­dak­ti­on. Von den knapp 5000 be­trof­fe­nen Sys­te­men in Deutsch­land, die man An­fang Ja­nu­ar ge­mel­det be­kom­men ha­be, sei­en noch im­mer 622 ver­wund­bar.

Im ver­gan­ge­nen De­zem­ber war die Schwach­stel­le be­kannt ge­wor­den. Das BSI mahnt nun zur Ei­le.

„An die­se Sys­te­me ist ei­ne Viel­zahl von Rech­nern an­ge­schlos­sen. Die Be­trof­fe­nen müs­sen viel schnel­ler als bis­her han­deln“, sag­te Schön­bohm. Er er­in­ner­te an die Schad­soft­ware „Wan­naC­ry“, die 2017 für ei­nen Mil­li­ar­den­scha­den sorg­te, weil Schwach­stel­len mit vor­han­de­nen Pat­ches, al­so Aus­bes­se­run­gen in der Soft­ware, nicht ge­schlos­sen wur­den. 300.000 Win­dows-Rech­ner wa­ren da­mals be­trof­fen.

„Nach mei­nem Ein­druck sind vie­le IT-Ab­tei­lun­gen von mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­men und Kon­zer­nen nicht pro­fes­sio­nell ge­nug auf­ge­stellt, um der­ar­ti­ge Lü­cken schnell zu schlie­ßen“, sag­te Schön­bohm jetzt.

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