Kul­tur für Kurz­ent­schlos­se­ne

Rus­si­sche Klän­ge in der Ton­hal­le, Poe­sie im Tanz­haus, Aus­schnit­te von neu­en Stü­cken im Schau­spiel­haus – die Tipps für Ver­an­stal­tun­gen.

Rheinische Post Hilden - - Freizeit & Genuss - VON DAG­MAR HAAS-PILWAT

Zen­tral­bi­blio­thek Bei der 50. Aus­ga­be des Düs­sel­dor­fer Li­te­ra­tur­kon­zerts prä­sen­tiert der künst­le­ri­sche Lei­ter Die­ter Welk zu­sam­men mit Mascha und Ge­org Cor­mann am Don­ners­tag, 20 Uhr, Kost­pro­ben aus den ver­gan­ge­nen Li­te­ra­tur­kon­zer­ten. Mit Wil­helm Busch hat vor zwölf Jah­ren al­les an­ge­fan­gen, dann ka­men sie al­le da­zu, die Gro­ßen und die sel­te­ner Ge­hör­ten: Sha­ke­speare und Bach, Goe­the und Schu­mann, Roth und Boo­gie Woo­gie, Tho­mas Wol­fe, Ro­se Aus­län­der, Ernst Jandl und vie­le mehr.

Ton­hal­le Das Uni­ver­si­täts­or­ches­ter Düs­sel­dorf spielt am Sams­tag, 20 Uhr, in der Ton­hal­le. Un­ter der Lei­tung von Sil­ke Löhr prä­sen­tiert das En­sem­ble in sei­nem Win­ter­kon­zert ein rus­si­sches Pro­gramm mit den „Sym­pho­ni­schen Tän­zen“von Ser­gej Rach­ma­ni­now und dem „1. Vio­lin­kon­zert in a-Moll“von Dmi­tri Schosta­ko­witsch. Den Part der So­lo-Vio­li­ne

über­nimmt Cla­ra-Sae­ko Burk­hardt, Kon­zert­meis­te­rin des Uni­ver­si­täts­or­ches­ters und Stu­den­tin der Hu­man­me­di­zin an der Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf.

Tanz­haus NRW

Rai­mund Ho­g­he, frü­her Dra­ma­turg bei Pi­na Bausch und heu­te ein re­nom­mier­ter Künst­ler sei­nes Gen­res, ent­deck­te bei ei­nem Stra­ßen­ver­käu­fer in Pa­ris Post­kar­ten aus Viet­nam mit Men­schen und Land­schaf­ten. Sie wir­ken sehr fra­gil und wur­den in ei­nem Land her­ge­stellt, das Rai­mund Ho­g­he – wie vie­le an­de­re auch – seit den 1960er Jah­ren mit dem Viet­nam­krieg as­so­zi­iert. In Rai­mund Ho­g­hes neu­em Stück „Post­cards from Viet­nam“set­zen die­se Post­kar­ten Zei­chen. Sie wer­den zu Pro­jek­ti­ons­flä­chen für Ver­gäng­lich­keit, Auf­bruch und die Sehn­sucht nach ei­nem an­de­ren Le­ben. Der Künst­ler setzt sei­ne Zu­sam­men­ar­beit mit zwei au­ßer­ge­wöhn­li­chen Tän­zer­per­sön­lich­kei­ten fort, Ji Hye Chung und Ta­ka­shi Ue­no. Die Urauf­füh­rung ist am Frei­tag um 20 Uhr, ei­ne wei­te­re Auf­füh­rung am Sams­tag um 20 Uhr.

Jazz-Schmie­de Das Quar­tett um den Sa­xo­pho­nis­ten Pas­cal Bar­tos­z­ak wid­met sich mit sei­ner Mu­sik der swin­gen­den Jazz­tra­di­ti­on und bringt die­se mit den Ein­flüs­sen

heu­ti­ger Jazz­strö­mun­gen auf die Büh­ne. Knapp vier Jah­re nach der Ver­öf­fent­li­chung sei­nes ers­ten Al­bums „Back To Trad“prä­sen­tiert das Quar­tett nun am Frei­tag, 21.30 Uhr, in der Jazz-Schmie­de sein neu­es Al­bum un­ter dem Ti­tel „Com­mon Ground“.

Ton­hal­le Die Düs­sel­dor­fer Sym­pho­ni­ker spie­len am Frei­tag, 20 Uhr, so­wie am Sonn­tag, 11 Uhr, zu­sam­men mit Pa­blo Fer­rán­dez (Vio­lon­cel­lo) Wer­ke von Sme­ta­na und Dvor­ák.

Bed­rich Sme­ta­na ist der Be­grün­der ei­ner tsche­chi­schen Na­tio­nal­mu­sik. Da­bei be­gann er erst als 37-Jäh­ri­ger, ernst­haft tsche­chisch zu spre­chen, schrieb aber drei Jah­re spä­ter schon die Na­tio­nal­opern „Die Bran­den­bur­ger in Böh­men“und „Die ver­kauf­te Braut“. Der 17 Jah­re jün­ge­re An­tonín Dvor­ák setz­te sich ins von Sme­ta­na ge­mach­te Nest, schrieb, sprach und träum­te tsche­chisch und wur­de auch oh­ne na­tio­nal­stol­ze Wer­ke der be­deu­tends­te Kom­po­nist sei­ner Hei­mat.

Schau­spiel­haus Ein­mal im Mo­nat stimmt das Schau­spiel­haus sonn­tags um 11 Uhr im Foy­er des Schau­spiel­hau­ses in sei­nen Ma­ti­ne­en auf die kom­men­den Pre­mie­ren ein. In klei­nen Sze­nen, Ge­sprä­chen und Per­for­man­ces ge­ben das En­sem­ble, Re­gis­seu­re und Au­to­ren Ein­bli­cke in ih­re Ar­beit. Am kom­men­den Sonn­tag ste­hen die Ins­ze­nie­run­gen von „Lu­lu“, „letz­tes Licht. Ter­ri­to­ri­um“, „The Tre­a­su­re / Der Schatz“und „Ein Som­mer in Som­mer­by“im Mit­tel­punkt.

Sa­voy Thea­ter

Tim Fi­scher und sein Pia­nist Tho­mas Dör­schel er­lau­ben sich ei­ne mu­si­ka­li­sche Rol­le rück­wärts. Aus ih­ren Pro­gram­men wie „Na so was“und „Lie­der ei­nes ar­men Mäd­chens“fi­schen sie die schöns­ten Chan­son-Per­len und kre­ieren ei­nen wil­den Mix, der ein­mal mehr die Ma­gie und Zeit­lo­sig­keit die­ser schö­nen Lie­der un­ter Be­weis stellt. „Wir hat­ten enor­me Lust, das Al­te neu zu ent­de­cken und uns un­se­ren Klas­si­kern noch ein­mal völ­lig of­fen zu nä­hern“, sagt Tim Fi­scher.

FO­TO:RO­SA FRANK

Cho­reo­graf Rai­mund Ho­g­he zeigt im Tanz­haus das Stück „Post­cards from Viet­nam“.

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