Fährt der To­le­ranz­wa­gen zum letz­ten Mal?

Rheinische Post Hilden - - Düsseldorf­er Wirtschaft -

(dans) Wenn am Ro­sen­mon­tag der To­le­ranz­wa­gen von Chris­ten, Ju­den und Mus­li­me zum zwei­ten Mal durch Düs­sel­dorf fährt, könn­te es gleich­zei­tig auch die letz­te Fahrt des in­ter­kul­tu­rel­len Pro­jek­tes sein. Denn nach den Re­geln des Co­mi­tees Düs­sel­dor­fer Car­ne­val (CC) darf der­sel­be Wa­gen nur zwei­mal in Fol­ge am Zoch teil­neh­men. Ob und wie das Pro­jekt in Zu­kunft wei­ter­ge­he, sei der­zeit noch of­fen, be­rich­tet Hein­rich Fucks, Su­per­in­ten­dent des Evan­ge­li­schen Kir­chen­krei­ses in Düs­sel­dorf. Be­vor man sich dar­über wei­te­re Ge­dan­ken ma­che, wol­le man in die­sem Jahr aber noch ein­mal ge­mein­sam fei­ern.

Micha­el Szen­tei-Hei­se,

Ge­schäfts­füh­rer der Jü­di­schen Ge­mein­de, freut sich in die­sem Zu­sam­men­hang be­son­ders, dass er­neut Mus­li­me auf dem Wa­gen mit­fah­ren. An­stel­le des Krei­ses der Düs­sel­dor­fer Mus­li­me ist in die­sem Jahr je­doch der neu ge­grün­de­te mus­li­mi­sche Kar­ne­vals­ver­ein Ori­ent-Ok­zi­dent Ex­press un­ter Vor­sitz von an Bord. Auch der ers­te pro­mi­nen­te Pas­sa­gier steht be­reits fest: Land­tags­prä­si­dent (CDU) wird auf Ein­la­dung der jü­di­schen Ge­mein­de mit­fah­ren.

Zwar wird an dem von Jac­ques Til­ly ge­bau­ten Wa­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr nur we­nig ge­än­dert, je­doch ist das Pro­jekt – nicht zu­letzt we­gen der Si­cher­heits­kos­ten – auf Spen­den an­ge­wie­sen, um die Kos­ten von rund 25.000 Eu­ro zu de­cken. Bis­lang sei­en rund

8000 Eu­ro zu­sam­men­ge­kom­men, wie Brauch­tums­ma­na­ger der Jü­di­schen Ge­mein­de, be­rich­tet. Wer den To­le­ranz­wa­gen un­ter­stüt­zen möch­te, kann das tun durch ei­ne Über­wei­sung mit dem Be­treff „To­le­ranz­wa­gen 2020“auf das Kon­to des Evan­ge­li­schen Kir­chen­krei­ses Düs­sel­dorf mit der IBAN DE05 3005 0110 1004 9351 59.

Ata­man Yil­di­rim André Ku­per Wal­ter Schu­hen,

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