„Fake-Gäs­te“in Gas­tro-Por­ta­len ma­chen Pro­ble­me

Rheinische Post Hilden - - Düsseldorf­er Wirtschaft -

(RP) Für das ita­lie­ni­sche Re­stau­rant La Lu­ce Due in Flin­gern war es ein gro­ßer Er­folg. Das Be­wer­tungs­por­tal Tripad­vi­sor kür­te den Düs­sel­dor­fer Gas­tro­no­mie­be­trieb zum bes­ten deut­schen Re­stau­rant in der Ka­te­go­rie „für je­den Tag“. Sol­chen po­si­ti­ven Nach­rich­ten ste­hen aber auch Pro­ble­me ge­gen­über.

„Es kommt auch zu un­ge­recht­fer­tig­ten Be­wer­tun­gen bis hin zu Be­lei­di­gun­gen oder Dro­hun­gen“, sagt Bernd Nie­mei­er, Prä­si­dent des Ho­te­lund Gast­stät­ten­ver­bands NRW. Denn die On­line-Be­wer­tun­gen wer­den of­fen­bar im­mer wie­der miss­braucht, wie ei­ne Um­fra­ge des Ver­ban­des zeigt, an der sich rund 550 Gas­tro­no­men und Ho­te­liers aus NRW be­tei­lig­ten. Knapp 78 Pro­zent der Be­frag­ten ga­ben an, be­reits un­ge­recht­fer­tigt im In­ter­net be­wer­tet wor­den zu sein, 29,5 Pro­zent da­von „lei­der schon oft“. Le­dig­lich 19 Pro­zent ha­ben noch kei­ne ne­ga­ti­ven Er­fah­run­gen ge­macht. Un­ge­recht­fer­tigt sind On­line-Be­wer­tun­gen dann, wenn „Fake-Gäs­te“Be­wer­tun­gen ab­ge­ben, al­so ver­meint­li­che Gäs­te, die den Be­trieb gar nicht be­sucht ha­ben, oder wenn Gas­tro­no­men mit schlech­ten Be­wer­tun­gen ge­droht wird, falls kei­ne Ver­güns­ti­gun­gen ge­währt wer­den.

Mehr als zwei Drit­tel der Un­ter­neh­mer kri­ti­sier­ten, von Fake-Gäs­ten be­wer­tet wor­den zu sein. Rund die Hälf­te be­klag­te, dass Gäs­te mit ei­ner schlech­ten Be­wer­tung ge­droht hät­ten, um ei­ne Ver­güns­ti­gung zu er­hal­ten. Knapp 74 Pro­zent wün­schen sich da­her, dass Gäs­te erst dann be­wer­ten dür­fen, wenn sie tat­säch­lich Gast wa­ren.

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