Au­tis­mus gilt als nicht heil­bar

Rheinische Post Hilden - - Nordrhein-westfalen -

Au­tis­mus ist ei­ne neu­ro­lo­gisch-ge­ne­tisch be­ding­te Ent­wick­lungs­stö­rung. Die Ge­hir­ne au­tis­ti­scher Men­schen un­ter­schei­den sich von de­nen nicht-au­tis­ti­scher Men­schen. Sie ha­ben ei­ne an­de­re In­for­ma­ti­ons­und Wahr­neh­mungs­ver­ar­bei­tung, die sich auf die Ent­wick­lung der so­zia­len In­ter­ak­ti­on und des Ver­hal­tens aus­wir­ken. Je nach Au­s­prä­gung kön­nen so­wohl ko­gni­ti­ve als auch sprach­li­che, mo­to­ri­sche und emo­tio­na­le Funk­tio­nen ge­stört sein. Vie­le au­tis­ti­sche Kin­der kön­nen bei­spiels­wei­se die Ges­tik, Mi­mik und Spra­che an­de­rer Men­schen nicht ver­ste­hen und bau­en da­her selbst zu en­gen Be­zugs­per­so­nen kein nor­ma­les Ver­hält­nis auf.

Die in­tel­lek­tu­el­le Be­ga­bung

von Men­schen mit Au­tis­mus ist sehr un­ter­schied­lich. Sie reicht von geis­ti­ger Be­hin­de­rung bis hin zu nor­ma­ler In­tel­li­genz, wo­bei ei­ni­ge von ih­nen er­staun­li­che Teil­leis­tun­gen im Rech­nen, in tech­ni­schen Dis­zi­pli­nen, in der Mu­sik und auf an­de­ren Ge­bie­ten zei­gen. Vie­le Au­tis­ten brau­chen kla­re Struk­tu­ren und Ab­läu­fe in ih­rem All­tag.

Ein bis zwei Pro­zent

der Men­schen sind au­tis­tisch. Jun­gen sind drei- bis vier­mal häu­fi­ger be­trof­fen als Mäd­chen. Au­tis­mus gilt als nicht heil­bar.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.