WOH­NEN & RECHT

Rheinische Post Hilden - - Marktplatz -

(bü) Um­satz­steu­er Über­lässt ei­ne (Orts-)Ge­mein­de un­ent­gelt­lich ein Dorf­ge­mein­schafts­haus an Ver­ei­ne, da­mit die dort Ver­samm­lun­gen ab­hal­ten kön­nen und ver­mie­tet sie es an pri­va­te Per­so­nen für Fei­ern, so ist die­se Über­las­sung ins­ge­samt nicht um­satz­steu­er­pflich­tig. Das hat zur Fol­ge, dass die Ge­mein­de für die Er­rich­tung und den Be­trieb des Ge­mein­schafts­hau­ses kei­nen Vor­steu­er­ab­zug gel­ten ma­chen kann. Die Ge­mein­de darf al­so die in den Rech­nun­gen (zum Bei­spiel von Bau­fir­men) aus­ge­wie­se­ne Um­satz­steu­er nicht ab­zie­hen. Es han­delt sich bei die­ser Form der Nut­zungs­über­las­sung

der Ver­an­stal­tungs­räu­me um ei­ne „zwin­gend steu­er­be­frei­te Grund­stücks­ver­mie­tung“, so das Fi­nanz­ge­richt Rhein­land-Pfalz. (FG Rhein­land-Pfalz, 3 K 1555/17)

Ver­brau­cher­recht Der Bun­des­ge­richts­hof hat ent­schie­den, dass Di­enst­leis­ter im In­ter­net (hier: we­ni­ger­mie­te.de) die In­ter­es­sen von Mie­tern mit Blick auf Miet­erhö­hun­gen, Män­geln in der Woh­nung oder Schön­heits­re­pa­ra­tu­ren durch­set­zen dür­fen. Die Tä­tig­keit des Un­ter­neh­mens sei als In­kas­so­dienst­leis­ter durch das Rechts­dienst­leis­tungs­ge­setz ge­deckt (BGH, VIII ZR 285/18)

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